Vorprüfungen von Volksinitiativen sind ein Schritt in Richtung Entmachtung des Souveräns und deshalb abzulehnen.

Bisher hat das Volk bei den Abstimmungen nicht gegen das zwingende Völkerrecht verstossen. Dies mag nicht von allen Personen und Interessenvertretern gleich beurteilt werden. Deshalb gibt es dieses Ansinnen, dem Volk, wenn auch (noch) nicht bindend, vorzuschreiben, was kompatibel mit dem Völker- oder sogar den sogenannten - nicht nur unbestrittenen, da zunehmend ideologisch motiviert ausgeweiteten - Menschenrechten ist und was nicht. Es ist nicht richtig, wenn in Zukunft die Bundesverwaltung, die ja auch aus nicht neutralen Menschen und Meinungen besteht, darüber bestimmt, was dem Volk zur Abstimmung empfohlen werden kann und was nicht. Mit der Zeit werden diese Ratschläge zu bindenden Einschränkunen. Deshalb wehret den Anfängen. Die Schweiz ist bisher gut mit den Volksrechten gefahren. Frieden wird garantiert durch die Legitimation der Regierung und Verfassung durch das Volk. Je mehr das Volk mitentscheiden kann, um so besser werden die Folgen auch mitgetragen. Je mehr die Volksrechte eingeschränkt werden, um so grösser wird die Gefahr von Unruhen. Anschauungsunterricht findet sich genügend im Ausland.

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