Wir brauchen ein Programm für mehr Arbeitsplätze und gegen die drohende Rezession!

Vor kurzem hat das Credit Suisse Sorgenbarometer gezeigt, dass der Bevölkerung wirtschaftliche Themen, insbesondere Arbeitslosigkeit, so grosse Sorgen bereitet wie seit langem nicht mehr. In der Tat stieg im November die Arbeitslosigkeit. Sie wird vermutlich weiter steigen. Als sehr dringend wird die Reduktion der Bürokratie und wirtschaftliches Wachstum erachtet angesichts einer drohenden Rezession. Diese Ergebnisse zeigen, dass **die Leute nach guten politischen Lösungen verlangen. Wer könnte solche besser bereit stellen als die FDP, welche in den letzten zehn Jahren die wirksamste Partei war im Parlament **(siehe GfS-Studie)?
Liberale können aus der Not eine Tugend machen und als wirtschaftlich kompetenteste Partei das Wohl der Schweiz am besten wahren und ausbauen. Ideen und Handlungsbedarf gibt es genug. Wagen wir es also!

**Lasst uns deregulieren! **Wir wissen vom Schweizerischen Gewerbeverband, dass staatliche Bürokratie und Regulierungen Schweizer Unternehmen jedes Jahr 50 Milliarden Franken Kosten verursachen. Die „Bürokratie-Stopp“-Initiative der FDP ist ein Mittel dagegen. Es braucht aber weitere, konkrete Massnahmen. Beispielsweise in der Stadt Zürich, wo immer noch zu teuer gebaut wird und wo im Baurecht immer noch zu viele sinnlose, kontraproduktive Regeln existieren.

Lasst uns, zweitens, die Subventionen reduzieren und die Zölle abbauen, insbesondere bei hoch geschützten Sektoren wie der Landwirtschaft. Wir schotten unsere Bauern ab, verunmöglichen ihnen aber mit einem Wust von Regeln und Verboten, effizienter zu arbeiten. Betriebe müssten zusammengelegt werden und freiwillig ihren Hof aufgebende Bauern sollten gratis umgeschult werden können (was den Steuerzahler letztlich günstiger kommen würde als heute, und sogar noch wirtschaftlich sinnvoll ist). Zudem brauchen wir einen radikalen Ausbau des Netzes von Freihandels- und Investitionsschutzverträgen der Schweiz.

Lasst uns, drittens, unsere Steuern vereinfachen und senken. Das heisst: Mehrwertsteuer weiter vereinfachen und Ausnahmen abbauen. Zudem: Statt vor der EU zu kuschen, sollten wir die einigen Ausländern in der Schweiz gewährten Privilegien auf alle, auch auf Schweizer, ausdehnen. Damit würde die EU-Kritik verstummen, und wir Schweizer müssten weniger Steuern bezahlen. Dies stärkt den Werk-, Denk-, Forschungs- und Handelsplatz Schweiz.

Lasst uns, viertens, die freie Schulwahl einführen, und allen Schulen mehr Autonomie gewähren, dafür aber auch mehr Wettbewerb und Transparenz einbauen! Dazu gehören landesweite Vergleichstests wie auch mehr Nachwuchsprofessuren und die Reform der verkrusteten Lehrstuhl-Gerontokratie! Zudem müssen wir die besten Köpfe anziehen und hier arbeiten lassen.

Fünftens ... es gibt noch viel zu tun! Packen Sie die Chance mit an, engagieren Sie sich für die Freiheit! Die Schweiz von morgen wird es Ihnen danken!

Adrian Ineichen
Präsident Jungfreisinnige Stadt Zürich (JFZ)
www.jfz.ch

Credit Suisse Sorgenbarometer 2011
https://infocus.credit-suisse.com/app/topic/index.cfm?fuseaction=OpenTopic&coid=165&lang=DE

GfS Studie zur Wirkung des Parlaments (2000-2010)
http://www.gfsbern.ch/Neuigkeiten/tabid/177/itemid/755/amid/1151/parlamentswirkung-in-der-schweiz-2000-2010.aspx

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