Die FDP ist im neuen Bundesrat übervertreten

Die SVP respektive deren Exponenten haben in der Kandidatenrekrutierung Fehler gemacht, aber letztlich war dies kein zwingender Grund der wählerstärksten Partei in der Schweiz den zweiten Bundesratssitz zu verweigern. Die politischen Verhältnisse sind dadurch sicher nicht stabiler geworden im Gegenteil. Für mich ein kurzsichtiger Entscheid von der neuen Mitte und der linken Seite, die beiden FDP Bundesräte wiederzuwählen und der SVP die Konkordanz zu verweigern. Ob durch diese Resultate die Stabilität innerhalb des Bundesrates tatsächlich gewahrt bleibt und ob diese mögliche Stabilität unserer Regierung nicht auf Kosten einer allgemeinen politischen Stabilität geht, wird die Zukunft weisen. Ich bezweifle es. Vielleicht braucht die Schweiz für die Zukunft ein anderes Modell als die Konkordanz, doch heute sind unsere politischen Parteien für einen solchen Schritt noch nicht bereit. Und statt über die sachpolitischen Herausforderungen zu debattieren und tragfähige Lösungen zu finden, wird in den nächsten vier Jahre wohl wiederüber die Zusammensetzung des Bundesrates gestritten.

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