Buchpreisbindung eine Antwort aus dem letzten Jahrtausend.

Im deutschen Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) heisst es: “Wer gewerbs- oder geschäftsmässig Bücher verkauft, muss den nach §5 festgesetzten Preis einhalten. Das gilt nicht für den Verkauf gebrauchter Bücher.”

Klarer könnte die Aussage nicht sein und nutzloser auch nicht. Auf Amazon.de kaufen Sie den aktuellen Bestseller “Eragon - Das Erbe der Macht” für € 24.99 oder für € 18.65 oder € 19.99 oder € 21.99. Wie das? Amazon bietet bei jedem Buch allen privaten und gewerblichen Buchbesitzern die Möglichkeit, ihr eigenes Buch über Amazon zu verkaufen - zu selbst bestimmten Preisen. Wer die autorisierte Biografie des Apple Gründers Steve Jobs für € 24.99 kauft, den dicken Schinken in zwei Wochen durchliest, kann ihn heute schon für € 18.90 wieder anbieten (http://amzn.to/uVXyGs).

Das Buchpreisbindungsgesetz wird zur Makulatur. Ob Bücher mit kleinen Druckfehlern oder aus Restposten “wie neu” wiederverkauft oder von privat zu privat, das Buchpreisbindungsgesetz wird in der Realität täglich ausgehebelt. Die Zeiten des alten Detailhandels sind vorbei. Längst finden Bücher auf völlig neue Art den Weg zu ihren Käufern.

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Der private Tausch- und Wiederverkaufshandel im grossen Stil ist nur eine neue Regel im Büchermarkt des 21 Jahrtausend. Aber eine Regel, die das Buchpreisbindungsgesetz ab absurdum führt. Unsere National- und Ständeräte lebten bei der Annahme des Buchpreisbindungsgesetzt noch im letzten Jahrtausend. Hoffen wir, dass das Volk am 18. März 2012 aufgeschlossener ist und die Zeichen der Zeit erkennt.

http://www.buchpreisbindung-nein.ch/

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