Abzockerei endlich stoppen

Die Schweiz ist unsozialer geworden. Die Reichen werden immer reicher. Die Lohnschere ist in den letzten Jahren weiter auseinandergegangen. Die Zahl der Lohn-Millionäre hat sich in der Schweiz seit 1997 verfünffacht. Verlierer sind Personen mit normalen und tiefen Einkommen. Ihre Reallöhne stiegen kaum. Ihre Haushaltbudgets sind mit steigenden Wohnkosten, Krankenkassenprämien, indirekten Steuern und Gebühren überproportional zusätzlich belastet worden.

Viele Saläre im Topmanagementbereich stehen schon seit längerem in keinem Verhältnis mehr zur Leistung. Die Selbstverantwortung hat kläglich versagt. Deshalb braucht es gesetzliche Instrumente gegen die Abzockerei. Die Abzockerinitiative setzt auf die Aktionärsdemokratie zur Bekämpfung der Lohnexzesse auf den Teppichetagen. Das ist ein erster wichtiger Schritt. Die Abzockerinitiative wird im Volk grosse Unterstützung finden. Davor hat das Parlament offenbar Angst. Es hat die Abstimmung hinausgezögert und der Initiative einen indirekten Gegenvorschlag gegenübergestellt. Mit einer Bonussteuer auf überhöhten Bezügen über 3 Millionen Franken wollen der Bundesrat, der Ständerat und die SP Grenzen setzen. Eine rechtsbürgerliche Mehrheit versucht im Nationalrat morgen die Bonussteuer zu kippen. Ein Gegenvorschlag ohne Bonussteuer wird die Chancen der Abzockerinitiative erhöhen. Und mit der 1:12 Initiative der JUSO haben wir das wirksamste Instrument gegen die Abzockerei: Das höchste Monatsgehalt darf nicht mehr betragen als das tiefste Jahresgehalt in einer Unternehmung.

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