Atomausstieg

Die militanten Atomgegner verraten sich selber. Einerseits sagen sie, der Atommüll sei hochgefährlich, andererseits nähern sie sich den Abfällen bis auf wenige Meter. Wenn sie nicht alle Selbstmörder sind, vertrauen sie wohl darauf, dass die Abfälle in den Zugwagen sicher und Strahlenfest verstaut sind. Wenn das schon in einem Zugwagen gelingt, dann kann man davon ausgehen, dass von in der Tiefe gelagerten Abfällen keine direkte Gefahr ausgeht. Bringt ein Naturereignis Dinge aus mehreren hundert Metern Tiefe an die Oberfläche, dann wäre dies eine Naturkatastrophe von solch schrecklichem Ausmass, dass ein wenig gut verpackter Atommüll unsere allerkleinste Sorge wäre.

Dieser Abfall wird aller Wahrscheinlichkeit nach sowieso nicht solange Strahlen, wie dies unter den jetzigen Bedingungen vorausgesagt wird. Die Technologie entwickelt sich und entwickelt sich immer schneller, was vor 10 Jahren noch undenkbar war ist heute schon Realität. Man wird eine Methode finden um Strahlendes Material wider in ungefährliches umzuwandeln, neuer Atommüll wird nicht mehr sehr lange produziert. Der Wettbewerb mit den neuen Stromgewinnungsverfahren, wird die Atomindustrie zu Innovationen zwingen, denn wenn die Konkurrenz eines Tages preislich mithalten kann, werden sich die Kunden für die sicherere und umweltverträglichere Variante entscheiden.

In einem Punkt darf ich den Atomstromgegnern Recht geben. Atomstrom ist zu billig. Die Atomindustrie müsste ihre Versicherungsrechnung bezahlen. Es ist ein Mythos, dass die Kosten einer Atomkatastrophe nicht abgeschätzt werden können, Versicherungen beschäftigen sich genau mit solchen Risikoanalysen. Es ist wettbewerbsverzerrend wenn das das Risiko nicht in den Preis einfliesst. Deshalb sollten alle Stromproduzenten Risiken versichern lassen müssen.
Fukushima hat gezeigt, dass auch in westlichen AKW’s eine Kernschmelze möglich ist, dass auch diese keine absolute Sicherheit bieten können. Eigentlich war das auch vorher schon klar, denn nichts auf der Welt kann das. Auch Staudämme können bersten und tun dies wesentlich öfter als AKW’s Unfälle haben. Die Schäden in Menschenleben und Vernichtung ausgedrückt sind dabei viel grösser, jene in Landverlust und komplizierten Langzeitfolgen kleiner als bei einem AKW-Unfall. AKW-Unfälle als die grosse allesbedrohende Gefahr darzustellen, ist übertrieben. Die Kernschmelze in Fukushima war bei weitem nicht die schlimmste Katastrophe in diesem Jahr, nur schon in Japan war es nach dem Erdbeben mit Tsunami „nur“ die zweitschlimmste. Die kaputten Reaktorblöcke werden sicher abgeschottet, das Land und das Wasser werden gründlich gereinigt und innerhalb von einigen Jahren wieder bewohnbar gemacht. Natürlich sind die Folgen für die betroffenen schrecklich, doch der Atomunfall ist vergleichbar mit anderen Mensch- oder Naturgemachten Katastrophen.
Die Zukunft ist elektrischer Strom. Er wird uns bei der Arbeit helfen, er wird uns Pflegen und bekochen, er wird unsere Häuser heizen, unseren Robotern Leben einhauchen, unsere Fahrzeuge antreiben und unsere Flugzeuge in der Luft halten. Und das alles ganz ohne Klimaschädliche Gase zu produzieren und die Luft zu verpesten. Wir werden Strom aus dem Sonnenlicht, aus dem Wind, aus Wellen, aus Wärme, aus organischem Material und noch aus vielem anderem gewinnen .Und wir werden auch weiterhin die Energie nutzen die in gewissen Materialien steckt und die mittels einer Atomaren Reaktion nutzbar gemacht werden kann. Diese Möglichkeiten schliessen sich nicht aus. Im Gegenteil der zu erwartende weitere Anstieg des Strombedarfs macht sie alle nötig. Eine dieser Methoden Nota bene die derzeit Wichtigste einfach aufzugeben weil man gemerkt hat, dass, wie überall, Unfälle möglich sind ist kurzsichtig. Der Atomausstieg würde die Dauer bis zu dem Punkt an dem es keine Fossilen Kraftstoffe mehr gibt drastisch verkürzen, und ihn verschlimmern da wir eine gute Alternative weniger hätten. Gerade für die Schweiz ist Atomstrom ein wichtiger und richtiger Bestandteil der Stromproduktion. Denn wir sind kein Sonnenschloss, ein Meer für Windparks haben wir auch nicht. Was wir haben ist Kapital, Innovationseifer und sehr viele intelligente Köpfe. Also beste Voraussetzungen um die nächsten Schritte der Atomtechnologie zu gehen, immer ein Stück näher an die absolute Sicherheit die man nie erreichen wird.

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