Gewalt: Respekt und Respektlosigkeit

Aspekte der Gewalt:
Gewalt gibt es, seit es Menschen gibt. Sie ist wie die anderen grossen Emotionen (Liebe, Freude, Trauer, Lust, …) ein Bestandteil des Lebens.
Für Gewalt gibt es keine Rechtfertigung. Egal, ob physische, ökonomische oder psychische Gewalt, Gewalt bleibt Gewalt.
Die Gewalt ist eine Verführerin, sie gaukelt einfache Lösung für schwierige Probleme vor. Kompromisse sind nicht notwendig die Gewalt schafft vollendete Tatsachen.
Obwohl Gewalt vielschichtig ist, lässt sie sich auf die drei wesentlichen Grundmerkmale reduzieren: Respektlosigkeit, Narzissmus und Disziplinlosigkeit.
Das Grundübel ist der Narzissmus, die Unfähigkeit zur Empathie. Mangelendes Mitgefühl und Einfühlungsvermögen ermöglichen es die Grenzen überschreiten.
Affekthandlungen liegt ein Mangel an Disziplin und Selbstkontrolle zugrunde.

Die Kultur der Respektlosigkeit:
Gewalttäter sind respektlos, sie achten weder fremdes Eigentum noch die körperliche Integrität ihrer Mitmenschen.
Respektvoll heisst tolerant und ehrlich, zu sein. Jemanden Respekt zu zollen, heisst ihn zu akzeptieren wie und was er ist.
Die Respektlosigkeit, die der unmotivierten Gewalt zugrunde liegt, ist ein Teil des Alltags.
Der Gesellschaft ist der Respekt abhandengekommen. Der Respekt ist in den einfachsten Dingen verloren gegangen. Wer einen südosteuropäischen Namen hat, wird als Mensch zweiter Klasse behandelt.
Die Arbeitgeber haben den Respekt vor den Arbeitnehmer verloren. Überstunden werden nicht vergütet, Bewerbungsschreiben nicht retourniert und Zusagen nicht eingehalten etc.
Die Gesellschaft hat den Respekt vor den Behinderten, Kranken und Ausgesteuerten verloren. Anstatt den Schwachen zu helfen, werden sie drangsaliert.
Die unmotivierte Gewalt um der Gewalt willen ist ein physischer Ausdruck der allgemeinen Respektlosigkeit.
Der Verlust der Sittlichkeit hat ihren Preis, heute muss der bezahlt werden.

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