Was offensiv und defensiv ist, liegt im Auge des Betrachters und seiner Auslegung.

Ich bin grundsätzlich auch dafür, dass man unser Prinzip der Armee überdenkt und überarbeitet. Dies Bezieht sich allerdings eher auf den Fakt, dass wir noch immer eine Milizarmee unterhalten.

Um beim Thema zu bleiben, nahezu jedes Waffensystem kann je nach Auslegung als offensiv oder defensiv eingestuft werden. Man denke an das alte Sprichwort "Angriff ist die beste Verteidigung."

De facto sind wir bereits, wie schon von Vorredner angedeutet, nichtangriffsfähig. Trotzdem haben wir, wenn es auch nur noch wenige sind, schwere Truppen. Panzerbatallione sind in den vergangenen Jahren extrem zusammengestrichen worden aber trotzdem wäre es verteidigungstechnisch gesehen ein Fehler auf diese zu verzichten. Dasselbe gilt für Fliegertruppen - wer den Himmel nicht kontrolliert kann gegen keinen Feind bestehen und kann sich demnach auch nicht verteidigen.

Wieso aber liegt es im Auge des Betrachters? Ein kleines Beispiel: SF ODA, SAS, JTF, KSK, Delta Force, Green Berets, Rangers, Seals, ... Alle diese Einheiten sind dafür ausgebildet spezielle Operationen hinter feindlichen Linien zu übernehmen. Guerillia Kommandos welche ohne grossen Support die Aufgabe erledigen - wie aber unterscheiden die sich von der unseren ARD10? Richtig, von der Grundidee her garnicht - diese aber war dafür vorgesehen im Golf von Aden, Schiffe welche unter Schweizer Flagge operieren zu beschützen - Also eine reine deffensiv Mission. Man könnte sie aber auch für andere Zwecke einsetzen.

Eine defensiv Armee ist ein Utopia.

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