Der SVP Sturm auf Stöckli entwickelt sich um veritablen Gegenwind

So wie ich in den Wald rufe, so tönt es auch zurück. Die SVP wollte den Ständerat, welchen sie nicht sehr charmant als Dunkelkammer bezeichnet hat, im Sturm erobern. Dafür hat die grösste Partei ihre bekanntesten Exponenten antreten lassen. Kurz vor Schluss sieht sich die SVP einem akuten Gegenwind ausgesetzt und es könnte durchaus sein, dass die Partei gar mit weniger Mandaten im Ständerat vertreten sein wird als noch 2007. Was alle anderen Parteien der SVP immer wieder klar zu machen versuchen, hat die Partei in den Ständeratswahlen nun wieder einmal bitter lernen müssen. In Personenwahlen sind die linientreuen SVP Kandidaten nicht mehrheitsfähig und damit auch viele radikale politische Forderungen nicht. Noch müssen sich die grossen Parteien in unserem Land zusammenraufen, um mehrheitsfähig zu sein. Dieser Umstand lässt sich glücklicherweise bis heute nur sehr bedingt mit Geld umstossen. In dieser Hinsicht dürfte die SVP ihre finanzielle Dunkelkammer durchaus auch einmal lüften, bevor sie auf andere zeigt. Die SVP wird sich aufgrund ihrer Erfahrungen in den diesjährigen Ständeratswahlen sehr gut überlegen müssen, welche Bundesratskandidaten die Partei aufstellt und sie muss vor allem Farbe bekennen. Ein Hardliner aufzustellen, hiesse kein wirkliches Interesse am zweiten Bundesratssitz. Das doppelte Spiel mit der Opposition jedenfalls, scheint sich mehr und mehr gegen die Partei und ihre Exponenten zu wenden.

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