Konkordanz wird zum Unwort

2/2/2/1 ist die Zauberformel, die seit 1959 für die Zusammensetzung des Bundesrates steht und dafür sorgt, dass im Miteinander Lösungen gesucht werden müssen. Mit der Zauberformel sind alle referendumsfähigen Parteien in die Lösungsprozesse eingebunden.

An diesem Erfolgsmodell sollten wir nichts ändern. Und trotzdem sind die Medien voll mit leidigen Konkordanz-Diskussionen.

Warum?

Doch nur weil die SVP nach Blochers Abwahl die beleidigte Leberwurst spielte und Widmer-Schlumpf nicht als SVP Bundesrätin akzeptieren wollte. Sie, die SVP, ging gar soweit die neue Bundesrätin aus der Partei auszuschliessen. In der Folge gab es die bekannte Abspaltung und die Gründung der BDP.

Die BDP kam damit als «Neuling» in der Parteienlandschaft auch gleich zu einer Bunderätin. Dass sich die 5%-Partei nach ihrem Wahlerfolg jetzt vehement für Ihre Bunderätin einsetzt und dabei alle Register zieht um Konkordanz neu zu definieren, ist legitim.

Trotzdem sollte man am Erfolgsmodell der Zauberformel nichts ändern. 2 SVP, 2 SP, 2 FDP, 1 CVP und basta. Der einzige Weg um Widmer-Schlumpf zu retten ist aus meiner Sicht eine Fusion von CVP und BDP.

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