Vom Neoliberalismus zum Kommunitarismus. Auf der Suche nach einer Leitideologie für das 21. Jahrhundert.

Das soziale Missbehagen:
Die Finanzkrise hat den Neoliberalismus in die Krise gestrzt. Seit dem Millennium macht sich eine Unzufriedenheit über die soziale und politische Entwicklung breit.
Die Stimmen die eine Abkehr vom sozialen Partikularismus und wirtschaftlichen Egoismus fordern, mehren sich und werden lauter.
Jeder merkte „das Etwas nicht mehr stimmt“. Der Druck auf das Individuum nimmt zu und die überwundene Armut der Vorkriegsjahre kehrt zurück.
Die Sehnsucht nach einer Änderung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse ist mit Händen greifbar. So wenig die Menschen den Sozialismus wollen, so wenig wollen sie den Neoliberalismus.
Die Krise des Neoliberalismus:
Die Finanzkrise führt vor Augen was passiert, wenn sich das Individuum nur noch für sich selber und seinen Bonus interessiert. Die Anreizsysteme haben nicht die Leistung sondern die Gier gefördert. Der moderne Karrierist benutzt seine Ellenbogen und schmückt sich mit fremden Federn.
Das neoliberale System hat die Wirtschaft in eine globale Krise gestürzt und viele Menschen um ihre Gesundheit gebracht. Der Neoliberalismus hat Wenige reich und Viele ärmer gemacht.
Die Krise des Neoliberalismus hat erst die Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten möglich gemacht. Er hat der Sehnsucht nach einer Änderung eine Stimme gegeben.
Barack Obama betont die Bedeutung der Gemeinschaft. Für ihn steht die Gemeinschaft und der Dienst am Gemeinschaft höher als Egoismus und Selbstverwirklichung.
Er vereinigt Amerikanismus und Kommunitarismus miteinander. Die Bekämpfung des Egoismus auf allen Ebenen hat er sich auf die Fahne geschrieben. Er geht gegen den Egoismus auf individueller, wirtschaftlicher und staatlicher Ebene vor.
Staaten mit einem kriminellen Bankwesen hat er genauso wie räuberische Wirtschaftsführer im Visier.
Chancen und Gefahren des Kommunitarismus:
Der Wechsel von Neoliberalismus zum Kommunitarismus kommt schnell und radikal. Barack Obamas missionarischen Eifer wird die ganze Welt zu spüren bekommen.
Gier und Egoismus sind die Kehrseiten den Neoliberalismus. Sie haben die Welt destabilisiert.
Ein Übermass an sozialer Kontrolle und die Zurückstufung des Individuums zugunsten der Gemeinschaft sind die Gefahren des Kommunitarismus.
Der Kommunitarismus wird zu einer Rückbesinnung auf die Gemeinschaft und die universellen menschlichen Werte führen. Viele Menschen wünschen sich die alten Zeiten zurück. Nur haben sie vergessen, wie stark die soziale Enge und die Kontrolle, das Individuum in seiner freien Entwicklung behinderten.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Gesellschaft»

zurück zum Seitenanfang