Von Workaholics, Sportler und bunten Pillen - Ich lebe, also schlucke ich

Hand aufs Herz - ohne Concerta, Ritalin, Viagra, Stilnox, Efexor, Ponstan, Demesta, Xanax, Haloperidol, Aspirin und ganz viel Rotwein um den üblen Geschmack wegzuspülen, würde unsere schöne neue Welt nicht funktionierten.
Morgens eine Portion Ritalin um den Tag hindurch Leistung zu bringen und abends ein Ladung Demesta mit Rotwein um gut schlafen zu können. Der neoliberale Leistungsfetischismus verlangt alles vom Menschen. In der Jugend gibt es Ritalin für die guten Zensuren und im Alter Xanax zur Erholung nach dem Burnout.
Des Schweizers tägliche Drogen bezahlt die Krankenkasse. Ohne das staatliche finanzierte Doping würde die Wirtschaft zusammenbrechen. Die Einen sind krank weil zu viel Arbeiten und die Andern, weil sie keine Arbeit haben.
Die Drogen sind des Menschen Freund und Helfer. Ohne sie kann er nicht Leben. Ohne Leistung kein Konsum und ohne Konsum keine Wirtschaft.
Synthetische Drogen sind weit verbreitet und allgemein akzeptierst. Solange der Mensch Leistung bringt, fragt niemand wie die Leistung zustande kommt.
Um das kollektive schlechte Gewissen zu besänftigen, wurde den medialen Vorbildern der Konsum von Drogen untersagt.
Paradoxerweise wurde denen die Hochleistung erbringen müssen der Drogenkonsum verboten.
Hätte ein Sportler die gleiche Drogenmenge wie ein Normalsterblicher im Blut, wäre es um seine Karriere geschehen.

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