Den dualen Bildungsweg endlich fördern!

Das Prinzip der Berufslehre hat sich über lange Zeit hinweg bewährt dennoch wird er immer noch massiv unterbewertet. Endlich gibt es mehr Lehrstellen als Lehrstellensuchende, dennoch haben die Oberstufenlehrer das Ziel möglichst viel Schüler an die Kantonsschulen zu schicken.
Das ist absolut unvertretbar, unter anderem da ein Ingenieur mit Bachelorabschluss irgendeines Fachgebietes, welcher zuerst eine Berufsbildung absolvierte ist oftmals besser als der ehemalige Kantischüler mit gleichem Abschluss.

Noch schlimmer: Sogar die Politik benachteiligt die Schüler die intelligent genug waren um sich für den dualen Bildungsweg entscheiden.
Es darf doch nicht sein dass für das Studieren an einer Universität die Berufsmatura nicht ausreicht. Der Lehrabgänger mit Berufsmatura sollte auch an eine Uni studieren gehen dürfen. Falls er dort die Anforderungen nicht erfüllt merkt er das ja selber nach einem oder zwei Semester.
Ich finde die Berufsmatura sollte der normalen Matura gleichgesetzt werden.

Ebenfalls hat man es viel zu schwer um als Lehrabsolvent Lehrer zu werden. Während die Theoretiker aus der Kanti direkt an die Pädagogische Hochschule (welche ja eine Fachhochschule ist!) gehen dürfen, ist für Besitzer einer Berufsmatura die Passarelle erforderlich!

Es gibt keinen Beruf bei dem es nicht sinnvoll wäre, ihn über Berufslehre und evtl. Berufsmatura+Studium zu erlangen.
Ich finde diesbezüglich sollten die Kapazitäten der Kantonsschulen stetig verkleinert werden (natürlich nur so fest wie es der Überschuss an Lehrstellen zulässt) bis wir eines Tages auf das Ausbilden von in einer Traumwelt lebenden Theoretikern verzichten können!

5 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.