BDP hüpft hin und her -Meine Gedanken zum 2. Wahlgang für den Ständerat im Kanton Bern

Der Wahlsonntag ist vorbei. Für uns FDP.Die Liberalen ist momentan eine schwierige Zeit im Kanton Bern. Wir erinnern uns: Beim Knatsch um die Wahl von der heutigen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (bei der Wahl SVP-Mitglied und nun BDP) und anschliessendem Ausschluss der Magistratin, spaltete sich die heutige BDP von der SVP ab. Einige Mandatsträger haben so SVP-Sitze in den Räten und Regierungen zur BDP übertragen. Die BDP kommunizierte damals, dass weiterhin SVP-Politik im Fordergrund stehe - aber einfach nur anständig. Umso mehr bin ich heute überrascht, dass eine sogenannte und vor allem selbsternannte bürgerliche Partei BDP, die ungeteilte bürgeliche Ständeratsstimme riskiert und den SVP-Vertreter nicht unterstützt. Werner Luginbühl hat ja seinen Sitz auch zu einem grossen Teil Wählerschaft der SVP und FDP zu verdanken.

Ich möchte micht nicht falsch verstanden wissen und klarstellen, dass ich überhaupt kein SVP-Freund bin. Aber eine Partei, welche sich bürgerlich nennt und dann mit den Linken gemeinsame Sachen macht (da kann man ja bei der Bundesratswahlen gespannt sein) und sich als Mitte bezeichnet, hüpft in der politischen Landschaft mehr hin und her, als wir von der FDP. Ich warne aber bereits jetzt von der aktuellen Euphorie. Eine schweizweite 5%-Partei ist nicht privilegiert, andere Parteien, welche drei bis fünf mal mehr Wähleranteile haben, befehlen zu müssen. Die Wahlen haben gezeigt, dass der Bürger eine Verantwortungsaufteilung und eine parteiübergreifende Zusammenarbeit wünscht. Dies war übrigens das Erfolgsmodell unserer Schweiz in der nahen Geschichte.

Also, liebe Gewinner der BDP. Bleibt auf dem Boden - geniesst vielleicht einige Tage noch den Erfolg. Seit dem Wahlsonntag ist das Label "Neu" endgültig weg und die BDP-Vertreter stehen nun in der Verantwortung. Falls Ihr bürgerlich seid, dann verhaltet Euch auch so. Es bringt nichts, wenn sich der Kanton Bern im Stöckli selber neutralisiert. Der SP-Vertreter mag zwar "nicht schlecht rüber kommen", aber er wird die SP-Politik vertreten. Ein Ständerat macht eben eine andere Politik, als ein Stadtpräsident.

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