Anderer Ansatz für BR-Wahl: Effektive Vertretung der Wählermeinung auch im BR führt in jedem Fall zu einer Sitzverschiebung!

Gehe ich mal mathematisch vor: 100 : / = 14.3%. Das hiesse, eine Partei hätte mit einem Wähleranteil von 14.3% Anrecht auf einen BR-Sitz.

Dann wäre nach einer ersten Verteilung folgende Sitze belegt:
1 SVP (26.6 - 14.3, Rest: 12.3)
1 SP (18.8 - 14.3, Rest 4.5)
1 FDP (15.1 - 14.3, Rest 0.8)
Verbleiben 4 Sitze, welche an diejenigen mit dem höchsten Wähleranteil gehen (allenfalls "Verbünde"):
Variante 1:
1 CVP (12.3)
1 SVP (Rest 12.3)
1 Grüne (8.4)
1 GLP oder BDP (je 5.4)
Variante 2:
1 GLP/BDP/Grüne (zusammen 19.2)
1 CVP (12.3)
1 SVP (Rest 12.3)
1 SP (Rest 4.5)

Bei Variante 2 hat sowohl die SVP wie die SP zwei Sitze, die FDP und die CVP je einen und der letzte Sitz ginge an GLP/BDP/Grüne.

Bei Variante 1 wird dem Umstand der Zersplitterung (es gibt keine "Monsterparteien" mehr) Rechnung getragen, was dazu führt, dass die SP ihren 2. Sitz abgeben müsste.

Egal wie man rechnet, die FDP kommt nie und nimmer auf 2 Sitze, wenn man nach dem Wähleranteil geht....

Diese einfache Rechnung zeigt auch deutlich auf, warum Christian Levrat den zweiten SP-Sitz im BR unbedingt halten will - mathematisch ist er einfach nicht gerechtfertigt. Es wird hinter den Kulissen noch viele Diskussionen geben - und es kommt auch darauf an, wie sich die Mitteparteien zusammenraufen oder eben nicht. Wollen die Volksvertreter tatsächlich die Wählermeinung auch im Bundesrat repräsentiert haben, dann müsste eines meiner beiden Modelle eigentlich umgesetzt werden....

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