UBS und CS verstaatlichen

Ist jemandem aufgefallen, wie ruhig es seit einigen Tagen rund um CS und UBS geworden ist? Das wird doch wohl kaum damit zu tun haben, dass die StimmbürgerInnen nun im Besitze des Stimmmateriales sind?

Rund um uns herum wird davon geredet, gewisse Banken zu verstaatlichen oder zumindest die Verwaltungsräte mit Staatsvertretern zu bestücken, um ein wachsames Auge auf die Banken möglichst an der Quelle der Entscheidungen zu haben statt aus fernen Amtsstuben in einer gemütlichen Verwaltungsstadt.

De facto haben wir ja mit der Rettung der UBS diese schon unter die demokratische Kontrolle genommen. Herr Grübel, der damit nicht zu recht gekommen ist, hat die Kommandobrücke verlassen. Die Bank steht vor einer Kurskorrektur.

Warum also nun nicht das Beste für unser Land herausholen und die beiden Grossbanken, die zu gross sind um sie in Konkurs gehen zu lassen und die uns möglicherweise noch viele Milliarden kosten werden, zuerst verstaatlichen, dann die Teile fusionieren, die aus strategischer Sicht Sinn machen und den Rest an den Meistbietenden zu verkaufen?

Das hätte den Vorteil, dass wir eine Grossbank erhalten würden, die der Nachhaltigkeit, der Sicherheit und sowieso der Ethik verpflichtet würde, die dann als moderne Bank das Ansehen der Schweiz in der Welt wieder stärken könnte statt es zu schwächen oder gar zu zerstören.

Die neune Staatsbank hätte den Vorteil, dass durch den Verkauf von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Betriebsteilen oder Hochrisiken das Eigenkapital nicht nur nominell, sondern auch substantiell zunehmen würde. Zudem könnte gespart werden durch die Nutzung einer gemeinsamen Infrastruktur, durch Schliessung von überzähligen Filialen usw. und stattdessen könne die weltweite Präsenz verstärkt werden. Auf diese Weise könnten auch unsere Pensionskasseneinlagen wieder sicherer werden, weil man sich damit nicht mehr verzocken könnte.

Schliesslich könnte das neue Bankhaus auch die Aktivitäten der PostFinance übernehmen und es würde so nicht nur eine absolut starke Vermögensverwaltungsbank entstehen, sondern es entstünde das Potential einer weltweit führenden Zahlungsverkehrsbank, de facto könnte die Schweiz damit quasi den Schweizer Franken als globale Sicherheitswährung etablieren.

Das Risiko würde überschaubar und das to-big-to-fail-Problem wäre erledigt, nämlich weil die neue Bank ihr Geld mit Dienstleistungen und nicht mehr mit Spekulation verdienen würde.

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