Mit Griechenland den Schuldenschnitt vollziehen und innerhalb der EU gestärkt einen Neustart wagen.

In der Geschichte Griechenlands, finden wir 1893 bereits einmal einen Staatsbankrott. Beim Betrachten verschiedener Staatsbankrotte oder Beinahebankraottes ist festzustellen, dass diese meist mit durch Kriege oder Verschuldung herbeigeführt wurden.

Wird Griechenland nun durch Kredite über Wasser gehalten, kann sich das Land mittelfristig wohl kaum selbständig aus dem Sumpf ziehen. Realistisch ist eigentlich nur, dass die Schulden oder Teilschulden erlassen werden und einen Neuanfang gemacht wird.
In jedem Fall ergibt sich eine schwierige Situation für das griechische Volk.
Die geplanten Restrukturierungen müssen in jedem Fall umgesetzt werden, d. H. der aufgeblasene Staatsaparat muss auf das notwendigste verkleinert werden. Ohne Steuern und Gebühren geht es nicht mehr. Das tut weh und manche gewohnte Leistung wird wegfallen. Nur so wird das Land sich eine neue Zukunft aufbauen und einen nachhaltigen Weg beschreiten können. Eine gemeinsame Strategie durch die EU wird auf einen Vergleich hinauslaufen, d.h. der Bankrott wird vermieden und somit der Absturz und Verlust der Bonität welcher erneut die Bedingungen auf dem Geldmarkt verschlechtern würde.

Ein Schuldenschnitt wird Gläubiger in Notlagen führen. Hier wird es notwendig sein, dass staatliches Handeln notwendig wird, wenn z.B. eine Bank oder Firmen ins Schleudern geraten. Der Sogenannte Rettungsschirm soll nach meiner Ansicht nicht primär für Kredite zur Liquidität eines Landes ausgegeben werden sondern für flankierende Massnahmen bei einem Schuldenschnitt. In einer gemeinsamen Strategie kann die EU jedoch gestärkt aus der Situation herausgehen und den Euro neu und gestärkt positionieren.

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