Nein zur "Abschaffung der Volkswahl für Notare und Grundbuchverwalter"

Bei all den Wahlthemen der letzten Wochen wird leider gerne auch vergessen, dass am 23. Okt. im Thurgau auch über die Abschaffung der Volkswahl für Notare und Grundbuchverwalter abgestimmt wird.
Der Grosse Rat hat bereits mit 81 zu 35 Stimmen zugestimmt und geht damit in Richtung "Zentralisierung der Ämter" einen Schritt weiter.

Die Beführworter argumentieren damit, dass es sich lediglich um 25 Personen handelt, die dies betreffen würde und dass die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren äusserst gering war und stagnierte. Daher soll der Regierungsrat eine gezieltere Auswahl aus einer breiteren Basis treffen können, da mit der Änderung auch die Wohnsitzpflicht aufgehoben wird.

Hier wird aber gerne übersehen, dass der Kanton Thurgau selber bei Grundstückgeschäften öfters Vertragspartei ist und schon aus diesem Grund der Grundbuchverwalter neutral sein sollte und das man die Wohnsitzpflicht auch anders regeln könnte, als gleich ein Stück direkter Demokratie abschaffen, versteht sich eigentlich auch von selber.

Diese Vorlage ist daher aus meiner Sicht abzulehnen und ich empfehle allen ein Nein in die Urne zu legen, da das Mitspracherecht der Bevölkerung nicht beschnitten werden sollte. Je mehr Demokratie, desto besser, aus Prinzip.

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