Berufsbildungssystem Schweiz: Ein Erfolgsmodell!

Alle Hauptfaktoren des Reichtums der Schweiz – die hohe Produktivität, die hohe Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung und die internationale Konkurrenzfähigkeit mit hoher Exportkraft – hängen mit unserem Berufsbildungssystem zusammen. Unser System der praktisch ausgerichteten beruflichen Ausbildung ist der entscheidende historische Erfolgsfaktor, welcher die „Swissness“, die schweizerische Qualitätsarbeit, und die hohe Wertschöpfung ausmacht.

Das schweizerische Berufsbildungssystem fördert besser als in andern Ländern die Arbeitsmarktintegration. Es vermeidet die Gefahren der schleichenden, arbeitsmarktfernen Akademisierung des Bildungssystems, etwa der Formalisierung durch das Bologna-System.

Allerdings weist das Berufsbildungssystem auch einen gravierenden Mangel auf: Es hinkt dem Strukturwandel hintennach. Die Verteilung der Lehrstellen nach Wirtschaftsbranchen entspricht heute in etwa der Verteilung der Beschäftigten vor 20 Jahren. Gewerbliche und industrielle Branchen bilden mehr Lernende aus, als sie nach der Ausbildung beschäftigen können. Umgehehrt bieten viele Dienstleistungszweige zu wenige Lehrstellen an. (Nach Rudolf H. Strahm: „Warum wir so reich sind“, Seiten 7-8, 170, 2008)

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