Gegen Jugendgewalt und Jugendverschuldung gibt es nur ein Mittel - und das liegt bei den Familien und Schulen!

In einem Artikel in der 2omin-Ausgabe vom 6. Oktober schreibt S. Garibovic, Expertin für Nacherziehung und Konfliktmanagement, über die Vandalen- und Gewaltakte in den letzten Wochen. Sie zeigt darin klar auf, wo das Problem liegt. Das Problem liegt in der Einsamkeit der Jugendlichen. „Niemand will sich um sie kümmern und sie erziehen – weder die Eltern zuhause noch die Schulen.“ Durch die Beobachtungen, die ich selbst durch meine Arbeit mit Jugendlichen und Kindern mache, kann ich ihre Aussage nur unterstreichen! Klar will jeder Freiheit – wie das gewisse Linke Parteien ja so schön hervorheben. Jeder soll das machen können, was er will. Aber es braucht Grenzen! Und die sind verloren gegangen!

„Die Kinder wollen Grenzen spüren und erfühlen, das braucht Auseinandersetzung und Konfliktfähigkeit.“ Ohne diese Erfahrungen lernt niemand, mit Mitmenschen Konflikte auf gute Art und Weise auszutragen. Und hier nützt die gelobte Laisse-Fair-Erziehung überhaupt nichts! Die Eltern und Schulen müssen gestärkt werden, damit Grenzen erfahrbar sind.

Grenzen was Alkohol, Rauchen, Ausgang und auch Freundschaftsumfeld anbelangt sind altmodisch und überholt – das wird uns mindestens so vermittelt. Ist dem aber wirklich so? Ich bin dankbar für die Grenzen, die mir meine Eltern in meiner Kindheit gesetzt haben. Hier nützen Verbote des Staates genau so wenig wie grösseres Polizeiaufgebot. Das ist nur Symptombekämpfung. Das Problem muss an der Wurzel angepackt werden. Wertepolitik ist gefragt – wie das die EVP fordert.

Garibovic schlägt dann auch Lösungen vor. Sie will helfen, „indem ich den Kindern zum ersten Mal zeige, was Liebe, Halt, Autorität und Hierarchie bedeutet.“ Auch Manieren gehören dazu. Sind das alte, durch die 68er überholte Werte, oder sind das genau die Werte, die unserer Gesellschaft in den letzten Jahren vermehrt verloren gegangen sind? Alles hat seinen Preis – auch die überschwenglich gelobte Freiheit. Ich habe lieber klare Grenzen, an die ich mich halten muss und die mich halt auch einschränken, anstatt Krawalle, weil gewisse Personen nicht gelernt haben, mit Grenzen umzugehen.

Wichtig scheint mir aber, auch hier das Mass zu halten und nicht ins andere Extrem zu fallen. Das ganze muss mit Menschenliebe geschehen.

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