Mann des Tages: Sascha Kever!

Unglaubliche Szene spielen sich an diesem 02. Oktober im Stadion Letzigrund in Zürich ab. Von einer Seite gibt’s deftige Provokationen, als Antwort fliegen daraufhin von der anderen Seite 1’000 Grad heisse Petarden direkt in die Menschenmenge! Man könnte meinen, man wäre hier in einer Hollyowood „Hooligan“ Verfilmung, aber nein es scheint dies die neue Normalität in der Schweizerischen Fussballliga zu sein. Als Einwohner Zürichs, Fussball- und GC Fan tun mir diese Bilder gleich dreifach weh.

Nur ein paar Monate, nachdem die Rundschau die fürchterlichen Szenen im Rahmen des Spiels Fc Zürich gegen den Fc Basel publik gemacht hatte. Dort wurden 20 Kilogramm schwere Absperrgitter auf einzelne Menschen geschossen und auch hier Petarden als Waffe missbraucht. Wer sich diese Bilder antut, wird sich bei der nächsten Gelegenheit zwei Mal fragen ob er jetzt wirklich ins Stadion möchte.

Es war mir damals schon ein Rätsel, warum die Verantwortlichen nicht endlich ein Zeichen setzten und das Spiel abgesagt hätten. Stattdessen entstand ein Sachschaden von über 200’000 Franken und das Resultat interessierte schlussendlich niemand mehr. Daher ist dem heutigen Schiedsrichter Sascha Kever den grösstmöglichsten Respekt zu zollen, dass er auf Grund der Ausschreitungen auf den Rängen sich für einen Spielabbruch entschied.

Diese Randalierer auf den Rängen sind keine Fans, es sind auf deutsch gesagt halbschlaue Vollidioten, die sich in ihrem Job oder in ihrem Privatleben unwohl fühlen und sich ihre Bestätigung über solche Randale holen. Es ist schier unglaublich, dass denen „Menschen“ das Wohl der anderen scheissegal ist und sie mit ihren Aktionen Menschenleben aufs Spiel setzen! Zudem ist Fussball ein Volkssport und dementsprechend sind auch viele Familien im Stadion. Wie soll ein Kind so etwas verstehen?

Es braucht endlich, endlich griffige Massnahmen um solchen Vollidioten (sorry man kann sie echt nicht anders nennen) Einhalt zu gebeten. Da die Fussballclubs scheinbar einfach unfähig sind diese zu erarbeiten, ist es nichts als richtig, dass die Politik den Takt vorgibt. Folgende Punkte wären mehr als dringend angebracht:

  • eine Bewilligungspflicht für Risikospiele mit Auflagen wie z.B. die Schliessung des Gästesektors, den Verzicht auf Extrazüge etc.
  • Das Verbot von Petarden und sonstigen Knallkörpern im Stadion endlich konsequent handhaben, mit entsprechenden Strafen für die Täter.
  • Höhere Strafmässe für Randalierer im und ausserhalb des Stadions.
  • Eine, falls notwendig, effiziente Suche nach den Randalieren über die Öffentlichkeit ohne Einwände des Datenschutzbeauftragten
  • Stadion- und Rayonverbote von grösstmöglichster Härte aussprechen und diese auch konsequent durchziehen

So schön die Petarden auch anzuschauen sind, es ist nur eine Frage der Zeit bis jemand auf Grund eines Petardenwurfes ums Leben kommt. Es ist zudem das allerletzte, dass die Polizisten Wochenende für Wochenende (oft unbezahlte) Überstunden leisten müssen, um die Sicherheit für solche Spiele einigermassen gewährleisten zu können. Und die Kosten von über 30 Millionen Franken pro Saison zahlt am Schluss die Bevölkerung und zwar nur wegen ein paar Vollidioten, die völlig unterbelichtet ihre Saubannenzüge durch die Stadt vollziehen und dabei alles kaputtschlagen was ihnen in den Weg kommt. In diesem Sinn: Genug ist genug, jetzt muss gehandelt werden!

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