Jetzt den EU-Beitritt vorbereiten - Hysteriker in die Schranken weisen!

"Billiger" als heute ist ein EU-Beitritt für die Schweiz nicht zu haben. Ohne Zweifel kämpft Europa um seine Zukunft. Der Euro ist am Boden, Fehlkonstruktionen der Vergangenheit sind sichtbar geworden und die Welt beginnt zu realisieren, wie wichtig Europa für die Welt war, ist und noch weiter wird. Auch für die Schweiz.

Angenommen, die rechten Erzkonservativen aller europäischen Länder würden ähnlich agieren wie die SVP in der Schweiz, könnten ihr Land dominieren und die nötigen Reformen für Europa blockieren, so dass die EU in sich zusammen fallen würde, was wäre dann?
Wer würde für den Nord-Süd-Ausgleich sorgen? Wer wäre für die Migrationspolitik zuständig? Wer und was würde die Nationen zusammenhalten?
Wer würde Europas Osten weiter entwickeln?

Ein Blick nach Polen zeigt, zu welchen grossartigen Leistungen die EU in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung im Stande ist. Das Land lebt im Aufbruch und bietet seinen Menschen neben Perspektiven auch Arbeit. Wenn in Bälde die Weltöffentlichkeit nach Polen schaut, um Zeuge der Fussball-Europameisterschaft zu werden, werden wir sehen, was sich da getan hat in einem Lande, das aus Armut und Verzweiflung aufgebrochen ist. Ohne die EU ein unmöglich Ding.

Die Griechenland-Krise macht deutlich, wie lange die Griechen und mit ihm alle anderen bedrohten Volkswirtschaften des Südens mit vereinten Kräften der EU über Wasser gehalten werden konnten. Gäbe es heute nicht die Finanzspekulanten, die ihr Geld mit Wetten auf die Konkurse dieser Länder verdienen können, es wäre erst gar nicht zu dem gekommen vor dem wir uns fürchten müssen.
Aber die EU wird auch diese Krisen meistern und sich dabei wandeln und stärker werden. Die EU wird sich aufschwingen im Triumvirat der USA und China und zru dritten, wenn nicht ersten Kraft der Welt werden. Tut sie es nicht im Kreise aller europäischen Staaten, wird jedes einzelne Mitglied untergehen, zur Freude der beiden anderen.

So gesehen ist der EU-"Aktienkurs" so tief wie schon lange nicht mehr und die Schweiz sollte jetzt ein Angebot zur Aufnahme in die EU in Brüssel deponieren. Nicht nur, dass der Aufnahmeprozess sehr rasch über die Bühne gehen könnte, der Beitritt käme wohl nie billiger und was auszuhandeln wäre, nie ausgeglichener.

Erst Mitglied der EU würde die Schweiz aus heutiger Sicht so stark sein wie später wohl nie wieder. Denn die Aussichten unseres Landes sind auf längere Sicht im Alleingang nicht rosig. Die Wirtschaftsleistung wird sinken, die Verschuldung ist bereits auf einer Rekordhöhe bezieht man die eingegangen Risiken der Nationalbank in Rechnung mit ein.
Unvorstellbar, was das Land zu tragen hat, wenn der Wert der gekauften Fremdwährungen nachhaltig fällt. Über 330 Milliarden hat die Nationalbank "gedruckt", um den Schweizer Franken zu stabilisieren. Greift die Wirtschaftskrise um sich und verschärft sich, wird die Schweiz um Jahrzehnte zurück geworfen. Ein EU-Beitritt wird unerschwinglich. Das Land wird zum Armenhaus Europas so wie sie das früher schon gewesen war. Ob uns dann die EU zu Hilfe eilt wie heute Griechenlands?

Schneller als gekommen verlassen die vielen ausländischen Talente das Land, die Innovationskraft sinkt, die heute hohe Wettbewerbsfähigkeit zerfällt.
Dann werden wir ein Leben nach dem Gusto eines Blochers führen: in Armut und in sozialen Unruhen. Die Reichen in ihren Schlössern und Palästen, das Volk auf der Strasse, bettelnd und prügelnd um jede geringe Chance.

Die Zivilisation ist brüchiger als wir es uns vorstellen können. So wie die Unruhen in Zürichs Strassen und Fussballstadium aus dem Nichts heraus eskalieren so zerfällt der angebliche Reichtum des Landes in den Händen der Mehrheit. Wir sehen seit Jahren wie das geht.

Ein EU-Beitritt kann das verhindern.

138 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Europa»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production