Zahlungsgarantie für Invalidenrenten

Für eine nachhaltige Wiedereingliederung von psychisch krankten Menschen ist für de Fall eines Misserfolgs eine Zahlungsgarantie für die Invalidenrente unerlässlich. Für die Versicherungskasse wäre es bereits ein Vorteil, wenn auch nur für befristete Zeit keine Rente gezahlt werden müsste.
Laut IV-Gesetz verliert man, wenn man wieder regulär arbeitet, seinen Rentenanspruch. Es wird davon ausgegangen, dass, wer wieder arbeiten kann, nicht mehr invalide ist.
Psychische Krankheiten machen die Menschen sehr verletzlich, unsicher und ängstlich. Wer an einer psychischen Erkrankung gelitten hat, bezweifelt eine nachhaltige Heilung, besonders, wenn er weiter Psychopharmaka einnehmen muss; er befürchtet, dass er wegen unzureichender Leistungen entlassen werden kann, oder als erster die Stelle verliert, wenn die Firma umstrukturiert wird. Diese Menschen müssen aber sicher sein können, dass sie ihre Invalidenrente sofort wieder bekommen, falls sie ihren Arbeitsplatz verlieren sollten. Für diese Menschen ist die Invalidenrente ein Rettungsanker.
Auch für psychisch Kranke ist Arbeit unter dem wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkt wichtig. Doch die Angst, die Invalidenrente zu verlieren, ist sehr stark und erschwert es diesen Menschen, ihren richtigen Platz finden. Mit einer garantierten Rente würden viele wieder den Mut finden, sich erneut in der Arbeitswelt zu versuchen.
Für die Versicherungskasse wäre es bereits ein Vorteil, wenn manchen Invaliden, wenn auch nur für befristete Zeit, keine Rente gezahlt werden müsste. Noch vorteilhafter wäre es für die Versicherungen – und die betroffene Person –, wenn die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt definitiv erfolgt.

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