Managed Care und Kostenbeteiligung sind zwei verschiedene Paar Schuhe. MC beschreibt Wege zur Qualität. Es braucht positive Anreize - für Arzt und PatientIn.

Managed Care heisst integrierte Versorgung: die Hausärztin begleitet den Patienten auf seinem ganzen Behandlungsweg, von der Erstkonsultation bis zur spezialärztlichen Nachbehandlung.
Qualitätsoptimierte Behandlungen erhöhen die Lebensqualität für den Patienten und kosten weniger. Allein 5 - 10% der Kosten werden durch unnötige, aber oft nicht nebenwirkungsfreie Doppelbehandlungen gespart.
In MC-Modellen verpflichtet die Ärztin sich zur regelmässigen Qualitätsarbeit und zur Vernetzung der verordneten Behandlungen mit Spital und Spezialisten. Für diese Arbeit erhält sie eine Entschädigung von der Krankenkasse. Der Patient verpflichtet sich, seine Hausärztin über alle geplanten Behandlungen zu orientieren. Nur so kann die Qualität verbessert und die Behandlung koordiniert werden. Dafür erhält der Patient von der Kasse einen Prämienrabatt.

Der Ärztin wird belohnt für ihre Qualitätsarbeit. Der Patient wird belohnt für sein Vertrauen zur Hausärztin als Gatekeeperin. Dieser Mechanismus ist das Kernstück von MC, und funktioniert auch ohne erhöhte Kostenbeteiligung, vielleicht sogar besser!

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