Das geschätzte Verhältnis von 15 Kameras pro Einwohner weist auf den schwelenden Überwachungswahn hin.

Bei der gestrigen von der Piratenpartei Zürich organisierten Podiumsdiskussion zum Thema Videoüberwachung hat mich das genannte Verhältnis von Kameras zu Einwohnern in GB beeindruckt. Es bewegte sich 2004 bei einer Kamera pro 14 Einwohner. Dies wurde von den Teilnehmern (Grüne, SVP, Polizei Winterthur) als völlig übertrieben angesehen. Aber wie ist es in der Schweiz?

Der Beobachter berichtete kürzlich: "Die meisten Kameras sind jedoch privat installiert: Überwachungskameras von Hauseigentümern, die sich vor ungeliebten Gästen schützen wollen, und unzählige Webcams. Schätzungen zufolge gibt es in der Schweiz heute weit über eine halbe Million Kameras."

Man rechne selber nach: 7.8 Mio und 0.5 Mio Kameras, das macht etwa 15 Kameras pro Einwohner! Natürlich inkludiert die Schätzung auch private Webcams und Kameras in Gärten, aber trotzdem ist das ein krasses Verhältnis. Ich wünschte mir, dies wäre mehr im Bewusstsein der Politiker – und auch Piraten.

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