Die familienergänzende Kinderbetreuung muss entbürokratisiert und die Reform der Familienbesteuerung endlich in die Hand genommen werden!

In der auf so vielen Gebieten modernen Schweiz müssen sich Männer wie Frauen mit Kindern immer noch zu oft zwischen Karriere oder Familie entscheiden, weil familienergänzende Kinderbetreuung bürokratisiert und die Reform der Familienbesteuerung bekämpft werden. Für mich und die FDP. Die Liberalen hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber Priorität, weil die Bürger das Recht auf Arbeit und Familie haben und weil unser Land in Zukunft alle verfügbaren Fachkräfte dringend braucht.

Es kann nicht sein, dass der gesamte Lohn für Steuern und Betreuungskosten ausgegeben werden muss, so dass das Arbeiten wirtschaftlich gesehen keinen Sinn macht. Aus diesem Grund werde ich im Namen meiner Fraktion eine Motion einreichen, welche die Erhöhung des Steuerabzugs für Kinderfremdbetreuung von heute 10'000 Franken auf maximal 24'000 Franken fordert. Eltern, die sich für eine Fremdbetreuung entscheiden, werden auf diese Weise nicht mehr gezwungen, ihren Arbeitsplatz aufzugeben. Das hat den Vorteil, dass der Wirtschaft das Know-How dieser in der Regel gut ausgebildeten Männer und Frauen nicht verloren geht und langfristig der Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland vermindert wird.

Krippen- und Betreuungsplätze sind Mangelware, da die Bürokratie die Schaffung neuer Plätze behindert und schlussendlich verteuert, und sie deshalb für Familien aus der Mittelschicht kaum mehr finanzierbar sind. Damit wir in Zukunft eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Politik erreichen, soll es im Krippenbereich mehr Markt geben und die Bürokratie massiv abgebaut werden. Die Gründung von privaten Kinderbetreuungsplätzen ist von administrativen und baulichen Schikanen zu befreien. Die Eltern – und nicht der Staat – sollen weiterhin selbstständig und verantwortungsbewusst entscheiden können, wie und von wem ihre Kinder betreut werden. Weniger Vorschriften und mehr Eigenverantwortung sind gefragt.

Aus diesem Anstoss werde ich in einem Postulat den Bundesrat beauftragen, einen Bericht zu erstellen, der detailliert Auskunft über die kantonale Bewilligungspraxis im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung erteilt. Er soll untersuchen, inwiefern kantonale Auflagen die Schaffung von Krippen- und Betreuungsplätzen erschweren und verteuern. Das Ziel ist eine Einschätzung, ob die kantonale Zuständigkeit im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung nach wie vor als sachgerecht anzusehen ist oder die Anzahl der Krippen- und Betreuungsplätze erhöht und die Betreuungskosten gesenkt werden könnten, wenn der Bund die Auflagen vereinheitlichen und weitergehende kantonale Regelungen untersagen würde.

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