Das 2-Milliarden-Debakel der UBS zeigt: Die Banken haben aus der Finanzkrise nix gelernt. Es braucht endlich wirksame Kontrollen.

Die Aufgabe der Finanzmärkte und der Banken wäre das Vermitteln von Liquidität, Kapital und Krediten für die Realwirtschaft. In den letzten 10 Jahren stand das kaum mehr im Vordergrund. Dafür dominiert kurzfristiges Gewinnstreben. Die Finanzkrise war Folge davon, und das neue UBS-Debakel zeigt dass sich kaum etwas geändert hat.

Die SP hat daher heute folgende drei Forderungen auf den Tisch gelegt (http://bit.ly/o52HPB):

  1. Kein Eigenhandel für systemrelevante Banken. Eigenhandel bedeutet, dass die Bank mit dem Spekulieren mit Eigenkapital möglichst viel Geld verdienen will, wie es der Banker in London versucht hat. Systemrelevant sind Banken ab einer gewissen Grösse, in der Schweiz v.a. UBS und CS.
  2. Abtrennung Investmentbanken (http://bit.ly/rp3jUp) vom Geschäftsbankenbereich (http://bit.ly/occGTx) für UBS und CS. Bis 1999 war das in den USA zwingend mit dem Glass-Steagall-Akt (http://bit.ly/qK3IO2). Mit dieser Abtrennung können sich Investmentbanken nicht «quersubventionieren» und die Transparenz, woher die Investmentbanken ihr Geld haben, wird erhöht.
  3. Die vom Staat gerettete UBS muss kooperativer werden, wenn es um die Neuregulierung und Stabilisierung der Grossbanken geht. Grübel fand ich früher einen zwar ziemlich knurrigen (gerade gegenüber der Politik), aber doch irgendwie sympathischen und fähigen Banker. Knurrig finde ich ihn immer noch, aber an seinen Fähigkeiten zweifle ich immer mehr. Und vor allem scheint er und seine Truppe (inkl. Villiger) nicht fähig und willens, das Bankensystem auf eine solidere Grundlage zu stellen.
2 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.