Keine Hintertür für den toten Atomgaul

Man mag mir diese Pauschalisierung nachsehen, doch ich zweifle an der französischen Gründlichkeit. Ein bisschen sehr schnell ist der neueste Zwischenfall in einer Atom-Anlage als beendet erklärt worden. Und natürlich bleibt noch anzufügen, dass nach diesem Atom- oder Industrieunfall zu keiner Zeit eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden habe. Tschernobyl, Fukushima und all die in letzter Minute verhinderten Katastrophen sind definitiv genug Mahnmale, um die Atomenergie endlich ad acta zu legen. Economiesuisse versucht zwar weiterhin auf diesem toten Gaul zu reiten und den Atomausstieg durch die Hintertüre zu verhindern, doch bleibt die Hoffnung, dass keine Mehrheit der Ständeräte diesen Schalmeien Klängen auf den Leim geht. Vielleicht öffnet der traurige Zwischenfall in Frankreich den unentschiedenen Ständeräten die Tür zur Einsicht, dass unsere zukünftige Energiepolitik nachhaltig und erneuerbar sein muss. Atomenergie ist ein Auslaufmodell und die Sünden für diese angeblich saubere und günstige Energie werden wir und viele Generationen nach uns noch teuer bezahlen. Im Sinne einer vernünftigen und sicheren Energiepolitik brauchen wir nun Planungssicherheit und diese kann nur in Verbindung mit einem vollständigen Atomausstieg stehen.

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