Es braucht eine gesellschaftsliberale Politik. Der Neoliberale Ansatz begeht den Fehler, die Wirtschaft in den Mittelpunkt zu stellen, statt die Menschen.

Der Neoliberale Ansatz ist darum in Verruf geraten, weil er sich einseitig an den Interessen der Wirtschaft ausrichtet. Stattdessen müssen wir den Menschen und seine Freiheit in den Mittelpunkt stellen. Nicht die Wirtschaft muss liberalisiert werden, sondern die Gesellschaft.

Wir müssen nicht Firmen und Unternehmungen Freiheit gewähren, sondern den Menschen, die Unternehmen gründen, in Unternehmen arbeiten oder Kunden von Unternehmen sind. Einerseits sollen die Konsumenten in ihrer Position gegenüber den Firmen gestärkt werden, andererseits aber hat auch jeder Mensch ein Anrecht auf freie wirtschaftliche Tätigkeit, das heisst auch, ohne Bürokratie ein Unternehmen zu betreiben.

Eine gesellschaftsliberale Politik bemüht sich somit um einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Interessen, wie freie Marktwirtschaft, Konsumentenschutz, Arbeitnehmerschutz, Umweltschutz und Datenschutz. Die gesellschaftsliberale Politik ist dabei bemüht, die individuelle Freiheit jedes Menschen in seiner jeweiligen Rolle als Arbeitnehmer, Unternehmer, Kunde, Konkurrent zu stärken und zu maximieren.

Freiheit beschränkt sich nicht auf die freie, liberale Marktwirtschaft, diese ist zwar ein wichtiger Teil einer liberalen Gesellschaft, aber eben nur ein Teil. Andere Aspekte der Gesellschaft müssen ebenso berücksichtigt werden. Im Zentrum steht die maximal mögliche Freiheit jedes Einzelnen, die nur dort an Grenzen stossen soll, wo es für das Zusammenleben notwendig ist.

Es braucht einen radikal liberalen Ansatz, aber einen, der sich an den Interessen der ganzen Gesellschaft ausrichtet.

Die neoliberale Krise kann mit einer liberalen Gesellschaftspolitik überwunden werden. Nur so profitieren restlos alle.

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