Offener Brief an Maurius Thürlemann (GLP, Baar)

Sehr geehrter Herr Marius Thürlemann

Ich habe Ihr Interview in der Zuger Woche gelesen und möchte Sie gerne diesbezüglich kontaktieren.

Gerne stelle ich mich zuerst vor. Wie Sie, bin auch ich ein junger Mann, welcher sich politisch engagiert. Mit sehr grosser Freude habe ich letztes Jahr den Sprung in den Zuger Kantonsrat geschafft. Dort bin ich nun das jüngste Mitglied (23) und gehöre der SVP Fraktion an.

Ich habe gelesen, dass Sie (18) für das Amt als Nationalrat kandidieren. Herzliche Gratulation dazu! Ich bin der Meinung, dass sich vermehrt junge Leute politisch interessieren sollten. Dies ist auch eines meiner politischen Ziele.

Hingegen enttäuschte mich Ihre Aussage bezüglich der SVP. Sie schreiben „Die SVP ist für mich … eine rechtspopulistische Partei, die der Schweiz vor allem schadet!“ Wie Sie ja nun wissen, gehöre ich genau dieser Partei an. Klar haben die GLP und die SVP unterschiedliche Standpunkte. In der Politik hat jedoch sehr vieles mit Respekt zu tun. Dazu gehört auch der Respekt vor Andersdenkenden! Zum Beispiel geniesse ich den regen Austausch im Kantonsrat mit Vertretern anderer Parteien, auch mit jenen von der GLP. Obwohl ich öfters anderer Meinung bin, so respektiere ich die Meinungen dieser Parteienvertreter im Zuger Kantonsrat! Auch in meinem Kollegenkreis habe ich Kolleginnen und Kollegen, welche nicht immer meiner Meinung sind. Auch damit habe ich überhaupt kein Problem, denn schliesslich lebt unser politisches System vom respektvollen Meinungsaustausch. In der Schweiz hat der Souverän, also das Schweizer Stimmvolk, das letzte Wort und genau dieses gilt es zu respektieren. Die wählerstärkste Partei als nur schädliche Partei zu bezeichnen zeugt nicht gerade von viel Respekt.

Nun wünsche ich Ihnen viel Glück im Wahlkampf.

Beni Riedi
SVP Kantonsrat, Baar

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Staat»

zurück zum Seitenanfang