Der Schweizer Konsument und der starke Franken

Der Wechselkurs des Euro und des USD haben sich gegenüber dem Schweizer Franken stark abgewertet. Die Gründe sind bekannt: Kein überzeugendes Krisenmanagement der EU für die über die Massen verschuldeten Mitglieder der Euro-Zone und der Streit der Parteien in den USA für eine glaubwürdige Lösung der allzeit hohen Verschuldung.

Der Schweizer Franken ist stark, da die Schweizer Staatsfinanzen im Vergleich zum Ausland in einem guten Zustand sind. Nicht umsonst schreibt die Schweizer Bundesverfassung (Artikel 126) vor, dass die Ausgaben und Einnahmen im Gleichgewicht stehen müssen.

Der Import von Produkten besonders aus dem Euro-Raum hat sich erheblich verbilligt. Nur der Schweizer Konsument merkt wenig davon bei seinem täglichen Einkauf. Kein Wunder, dass berechtigte Zweifel an dem Funktionieren des Wettbewerbs in der Schweiz aufkommen. Es ist nur verständlich, wenn der Schweizer Konsument im Euro-Raum, d.h. über die Landesgrenze einkaufen geht, wer will schon für vergleichbare Produkte in der Schweiz mehr bezahlen. Der Wettbewerb über die Grenzen funktioniert erstaunlich gut. Der Schweizer Detaillist klagt, da Wettbewerb herausfordernd ist und damit schmerzt. Die Lösung muss lautet, Durchsetzung des Wettbewerbes in der Schweiz ohne Rücksicht von Partikularinteressen und auch diesbezüglicher administrative Grenzschranken.

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