Frauenfragen

In Deutschland habe ich mich anfangs der 90iger jahre für die konkrete Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes in den medizinischen Berufen eingesetzt, was vom Hamburger Senat aus in den Bundesrat ging und anschliessend vom Parlament konkret genehmigt wurde.
Seither haben es die Frauen etwas leichter, ihre Ausbildungen von den Grundvoraussetzungen her zu Ende bringen zu können und nicht durchs Mutterwerden indirekt bestraft zu werden.
Als in der Schweiz Gleichstellungsvertreter für die einzelnen Fachgebiete in den Kantonen gesucht wurden, hat man mich in Bern aufgrund dieser Erfahrungen 2005 auf die Liste gesetzt für den Bereich Gesundheitswesen im Kanton. Dann habe ich allerdings nie wieder davon gehört, dass diese geplante Vernetzung praktisch umgesetzt wurde. Eine der nominierten ist m. W. inzwischen verstorben, ohne jemals in Anspruch genommen worden zu sein, weil die Kommunikation irgendwo steckengeblieben sein muss.
Etwas Frauenrecht und Kenntnis transkultureller Wechselwirkungen sind sicher ausschlaggebend dabei gewesen, dass es mich gereizt hat, hier etwas mehr bewirken zu können.
Ich möchte mich speziell für die Gesundheitspolitik einsetzen, weil ich mich damit wirklich auskenne. Ausserdem sind in diesem Bereich ausnehmend viele Frauen beschäftigt.
Damit korrespondierende Familienthemen liegen mir ebenso am Herzen, da ich immer wieder viel mit strukturell und institutionell verschachtelten Familenproblemen zu tun hatte und an Lösungen arbeiten konnte.

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