Laizismus jetzt, nicht erst morgen

Die Schweiz ist in Sachen Religion einer der rückständigsten Staaten Europas. Von Laizismus oder einer sinnvollen Trennung zwischen Staat und Kirche ist nicht die Rede. Von der Kirchensteuer bis zum Tanzverbot an christlichen Feiertagen in der Schweiz existiert alles.
Daher sollten wir langsam mal Schritte Richtung Fortschritt machen und Staat und Kirche trennen, wie es schon die Aufklärer im 18. Jahrhundert verlangten. Das Paradebeispiel dafür, dass das in der Schweiz nicht der Fall ist die veraltete Kirchensteuer.

Es kann und darf auch nicht sein, dass der Staat die Schulden für die Kirche eintreibt, dass ist schlicht und einfach nicht der Auftrag des Staates. Der Staat ist zum Wohl der Bevölkerung da und nicht sollte nicht die steuerlichen Interessen von Kirchen vertreten.
Die Abschaffung der Kirchensteuer soll natürlich für natürliche und juristische Personen gelten. Vor allem für die juristischen Personen wäre, dass mal eine Steuerentlastung gegen die niemand was hat und die Unternehmen auch nach vorne bringt.

Als nächstes sollten wir den veralteten Status der Landeskirchen aufheben, da es nicht sein kann das der Staat einige Kirchen fördert und andere Religionsgemeinschaften nicht. Religion ist Privatsache und so sollte sie auch vom Staat behandelt werden. Keine Kirchen sollen mit einem Sonderstatus bevorzugt werden.

Im Sinne des Laizismus ist für mich auch klar. Keine Schuldipense aus religiösen Gründen, doch wie rechts das versucht immer auszunutzen sind das nicht nur Muslime die solche Dispense für ihre Kinder fordern. Auch viele evangelikale Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder den Schwimmunterricht besuchen.

Wenn wir schon von der Schule sprechen, hier gibt es auch noch einiges durchzusetzen:

  1. Keine religiösen Symbole in der Schule
  2. Kein Bibelunterricht mehr, als Ersatz ein Kultur und Ethikunterricht, kann auch in den Geschichtsunterricht integriert werden.

Bildung ist unser höchstes Gut und sollte von der Wissenschaft und nicht von Religion geprägt sein.

Behandeln wir so wie Religion zu behandeln gilt. Es geht den Staat nichts an welcher Religion ich angehöre. Setzen wir die Trennung von Staat und Kirche endlich durch. Es wird niemandem Schaden.

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