Was uns in der Finanzkrise vor allem fehlt: eine sichere Verfassungsgrundlage für unser Geld. Die Verfassung bestimmt das Eine, die Banken tun das Andere.

Art. 99 der Bundesverfassung ist an sich klar: «Das Geld- und Währungswesen ist Sache des Bundes; diesem allein steht das Recht zur Ausgabe von Münzen und Banknoten zu.»
Die Realität sieht aber ganz anders aus: Der überwiegende Teil unseres Geldes wird unbar vom privaten Bankensystem geschöpft. Die Banken sind also Geldschöpfer und bestimmen so weitgehend die Geldmenge.
Diese Tatsache wird von der Nationalbank in ihrer Broschüre «Die Nationalbank und das liebe Geld» bestätigt. (S. 18/19, http://www.snb.ch/d/welt/contact/pdf/bro_b_d.pdf)

Die Probleme mit dieser Form der Geldschöpfung sind erheblich: Der überwiegende Teil dieser Mittel wird für die Finanzierung von Wertpapieren aller Art verwendet. Das bewirkt Kostendruck in der Realwirtschaft: sinkende Löhne, minderwertige Qualität bis hin zur Auslagerung von Arbeitsplätzen.

Anstatt jetzt nur die Symptome dieser verfehlten, verfassungswidrigen Geldschöpfung zu behandeln, müssen wir unserem Geld wieder eine sichere Verfassungsgrundlage geben. Wir können die Probleme nur lösen, wenn wir deren Ursache kennen.
Mehr dazu: www.christoph-pfluger.chhttp://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/frankenrettung-woher-kommen-die-milliarden-der-nationalbank-und-was-richten-sie-an.html

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