Wir können die Anzahl Organspenden verdoppeln!

Das Problem
In der Schweiz herrscht eine akute Knappheit an Spen-derorganen. Laut Informationen von Swisstransplant warteten Ende 2010 über 1000 Personen auf ein Spenderorgan - so viel wie noch nie. Zwar gilt seit dem 1. Juli 2007 gesamtschweizerisch die "erweiterte Zustim-mungslösung", welche zwar einen Anstieg der Organ-spenden bewirkt, die Wartezeiten für Spenderorgane sind aber immer noch extrem lange. So wartete ein Patient im Jahre 2010 durchschnittlich 851 Tage auf eine passende Spenderniere.

Aktuelle Situation
Die aktuelle gesetzliche Situation bezüglich Organspen-den ist im Artikel 8 des Transplantationsgesetzes festgelegt. Die wichtigsten Punkte in Kürze:
• Die Person muss vor dem Tod der Entnahme zustimmen.
• Falls keine dokumentierte Zustimmung vorliegt, wer-den die nächsten Angehörigen befragt ob ihnen eine Erklärung zur Spende bekannt ist.
• Ist keine Erklärung bekannt, so können seit Juli 2007 die Angehörigen für die verstorbene Person entscheiden.
• Die Erklärung zur Spende kann ab dem 16. Lebensjahr erfolgen.
Zur Zeit ist eine Änderung des Gesetzes in Vernehmlassung, diese betrifft aber nicht die behandelte Problematik.

Unser Lösungsvorschlag
Um die Menge an Spenderorganen zu maximieren und den Willen des Einzelnen bestmöglich zu schützen, wäre eine komplette Erfassung der Bereitschaft wün-schenswert. Dies kann am Kostengünstigsten realisiert werden, wenn die Daten in einem bereits existierenden System erfasst werden.
Die Jungen Grünliberalen des Kantons Aargau fordern deshalb, dass
Krankenkassen die Frage nach der Bereitschaft zur Organspende in ihre Anmeldeformulare aufnehmen und diese Information den transplantierenden Instituten im Todesfall auf Anfrage mitteilen dürfen.
Diese einfache Lösung bedarf keiner Gesetzesänderung, sondern lediglich der Bereitschaft der Krankenkassen, diese Änderung in den Anmeldeformularen vorzunehmen und ihre Datenbanken um ein Feld zu erweitern.
Die Einwilligung zur Weitergabe der Daten im Todesfall kann durch eine Unterschrift oder noch einfacher mittels einer Checkbox auf dem zu unterschreibenden Formular erfolgen. Wir, die Jungen Grünliberalen des Kantons Aargau, hoffen, dass wir mit dieser Massnahme die Zahl der Organspenden weiter erhöhen können und somit zur Rettung vieler Leben beitragen.

Junge Grünliberale Aargau

Ps.: Bis dies soweit ist, geht in die Apotheke oder zum Arzt und bezieht kostenlos einen Spenderausweis. Ist dies zu kompliziert findet ihr unter www.swisstransplant.ch einen zum ausdrucken.

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