15 Jahre bis zum AKW der nächsten Generation? Hoffentlich nehmen die Nuklearlobbyisten die Sicherheit der heutigen Werke ernster!

Rolf Schweiger, Mitglied der ständerätlichen Energiekommission, träumt von AKW der nächsten Generation vielleicht schon in 15 Jahren.
Die Entwicklung der klassischen AKW war bloss möglich, weil durch den 2. Weltkrieg Milliarden in die Kernforschung flossen. In diesem Bereich waren die Militärbudgets auch noch im kalten Krieg praktisch unbeschränkt, und wir sind bis heute nicht über die Uranreaktoren hinausgekommen, welche im Sinne des Wortes eine Bombentechnologie sind.
Physikalisch sind neue, sicherere Reaktortypen nicht auszuschliessen. Ein Technologiesprung dieser Art braucht jedoch enorm viel Zeit, wer denkt ein AKW lässt sich im Rhythmus eines neuen Autos entwickeln ist naiv.

Die Kernforschung wird praktisch zu 100% staatlich finanziert, während die alternativen Energien zu einem grossen Anteil durch Unternehmen erforscht und weiterentwickelt werden. Der Markt zeigt also wohin es gehen soll. Die Resultate dieser Forschung bilden die Basis für unsere künftigen Exporte, dort soll das öffentliche Forschungsgeld mit Hebelwirkung eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu wird die Schweiz niemals ein Atomkraftwerk exportieren, die Versuche dazu sind 1969 mitsamt dem Kern geschmolzen.

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