Kurtaxe für Niederlassungswillige!

Die Nachfrage nach dem Produkt Schweiz ist zu gross. Während dem bisher nur Insider davon wussten (z.B. beim Betrachten des Bauvolumens in der Schweiz) merken nun auch wir Normalbürger, dass es so nicht weitergehen kann: Zur Landschaftszersiedelung und dem klammen Gefühl, im Spital und Hotel nur noch auf Hochdeutsch kommunizieren zu können, gesellt sich nun der absurd hohe Frankenkurs.

Makroökonomen wie der emeritierte Berner Volkswirtschafts-Professor Baltensperger raten zur entschlossenen Intervention mit Festsetzung eines Mindestkurses. Doch was, wenn unser Land weiter mit Niederlassungswilligen überrannt wird? Vogel Strauss und die Karte Fremdenfeindlichkeit finde ich keine guten Varianten.

Ein vielversprechender Ansatz könnte folgendermassen lauten: Wie entsteht die Entscheidung, seinen Wohnsitz, aus dem Ausland in die Schweiz zu verlegen? Nein, es sind nicht Fondue und Raclette, auch nicht die Nähe zu den Bergen und ebenso wenig die Lust auf Schokolade- denn die gibt es im Ausland auch zu kaufen. Es sind, in der ganz grossen Mehrzahl der Fälle, wirtschaftliche Überlegungen: Wo habe ich Ende Monat mehr verfügbares Einkommen, hier wo ich gerade lebe oder in der Schweiz? Anscheinend lautet die klare Antwort für immer mehr Leute: In der Schweiz. Deshalb gilt es, hier anzusetzen. Die Schweiz profitiert dank Sicherheit und Freiheit von einem sehr hohen Wohlstand. Dieser wurde über Generationen gemehrt und gepflegt. Deshalb wäre es doch nur recht und billig, wenn jemand, der beim Aufbau dieses Wohlstandes nicht mitgearbeitet hat, nun seinen Beitrag dafür leistet, oder? Bei Unternehmen finden wir doch auch nichts Anrüchiges daran, wenn ein Neueinsiteiger einen höheren Aktienkurs bezahlen muss als der Firmengründer? Und in den Ferien beteiligen wir uns gerne an den Infrastrukturkosten, die der Skiort vor unserer Ankunft aufbaute, oder?

Deshalb ist zu prüfen, die Niederlassungsbewilligung an eine Gebühr zu knüpfen. Natürlich werden nun viele aufschreien und darauf hinweisen, dass dies mit den bestehenden Verträgen mit der EU nicht gehe. Möglich. Es gilt jedoch zu bedenken, dass die EU in ihrer jetzigen Situation alles Interesse hat, mit der Schweiz weiterhin eng zu kooperieren. Ich bin überzeugt, dass mit geschickter Verhandlungstaktik hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können: Ein ökonomisches Ventil zur Regulierug der Zuwanderung und eine elegante Lösung zur Äufnung des so dringend benötigten Infrastrukturfonds!

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