Mitspracherecht bei Betriebsbewilligung des AKW Mühleberg

Spätestens seit Fukushima wissen es alle: Unsere AKW sind mutmasslich nicht sicher. Trotzdem finden es auch heute noch die Standortkantone nicht für nötig, mit allenfalls potenziell gefährdeten betroffenen anderen Kantonen in einen konstruktiven Dialog zu treten.
Ich fordere einen aktiven Beizug der Freiburger Regierung in Sachen Betriebsbewilligung des AKW Mühleberg. Der Seebezirk befindet sich in der möglichen Fallout-Zone, falls ein Schaden auftritt.
Und wer jetzt meint, dass es ja noch andere Behörden gibt: Ja, die gibt es, u.a. das Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), aufgrund dessen Beurteilung das UVEK im Jahr 2009 eine unbefristete Bewilligung erteilt hat. Ich bin mir nicht sicher, ob das ENSI auch heute noch eine gleich wohlwollende Beurteilung abgeben würde. Ohne polemisch zu werden, liest sich jedoch die Mängelliste des AKW Mühleberg wie ein Krimi - mir wird auf alle Fälle ziemlich flau dabei.
Ich bin für den AKW-Ausstieg - aber nicht übereilt. Das Problem der Endlagerung wird auch nicht sofort zu lösen sein (heute gibt es KEINE nachhaltig brauchbaren Lösungen!). Dennoch darf der vorläufige weitere Betrieb nur erfolgen, wenn die vorhandenen Mängel behoben sind - und das sind sie bis heute nicht!
Wir bewohner des potenziell gefährdeten Gebietes erwarten, dass unser Anliegen ernst genommen wird - und bei nicht Beseitigung der aus meiner Sicht teilweise gravierenden Mängel auch das AKW Mühleberg vom Netz gehen muss. Die jahrelange Hinhaltetaktik des Betreibers sind ja hinlänglich bekannt. Meines Wissens hat er die Mängel bis heute nicht beseitigt.

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