Moralisch bankrott

Moralisch bankrott, das ist das Urteil der JUSO Schweiz zum geplanten Stellenabbau bei der UBS (http://www.juso.ch/de/node/2817). Ein super Ausdruck dafür, was die kapitalistische UBS sich Alles erlauben kann. Als ein Unternehmen von vielen fuhr sie jahrelang massive Gewinne ein, und als die Blase platzte- peng!- durfte das Volk bezahlen. Und wir zahlen weiter; Sozialleistungen werden kontinuierlich zusammengespart (IV, ÖV, etc..), die Grossunternehmen werden mit Unternehmenssteuerreformern umgarnt, Gelder werden kontinuierlich von unten nach oben verteilt. Wer sich ärgern möchte: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wie-der-Bundesrat-Millionen-von-unten-nach-oben-umverteilt/story/25643348
(Wenn übrigens selbst der Tagi sowas schreibt, dann ist es langsam wirklich 5vor12!)

Mich macht das wütend. Mich macht auch wütend, dass die kapitalistische Krise dauernd heruntergespielt wird. Mich macht wütend, dass nur die Linke bereit ist, die strukturellen Mängel und Ungerechtigkeiten des Systems zu thematisieren, obwohl die Umverteilung von unten nach oben faktisch bewiesen ist. Ich wünsche mir, dass auch Mitte- und Rechtsparteien -statt ständig wirtschaftliche Massnahmen zu planen, die das System weiter stützten- in den Grundsatzdiskurs einsteigen. Schliesslich sind diese ja die selbsternannten "Parteien des Volks" und "lieben die Schweiz". Links bis Rechts muss sich finden und diesen neoliberalen Kapitalistenzirkus beenden!

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