Die erdrückende Mehrheit dieser Einwanderer ist sehr gut integriert. Die SVP nimmt die Problem verursachende Minderheit und bläst diese zur Mehrheit auf.

Vielleicht bin ich ja empfindlich, doch ich habe schon lange der Meinung, dass die grösste Partei der Schweiz mit ihren Ausländerkampagnen kontinuierlich und gezielt Grenzen überschreitet. Grenzen des guten Geschmacks, einer vernünftigen Differenzierung, der Sachlichkeit und der Ethik. Und mit jeder Kampagne wird es noch heftiger. Dass jetzt wenigstens einzelne Zeitungen auf die Veröffentlichung des neuesten Inserates; Masseneinwanderung kombiniert mit Kosovaren verzichten, ist positiv und gibt Hoffnung. Auch wenn vor allem gedruckte Medien auf jeden Inserate-Franken angewiesen sind, muss die Ethik eine gewichtige Rolle spielen. Gerade die Medien stehen diesbezüglich besonders in der Verantwortung. In einem politischen Umfeld, welches mehr und mehr durch gegenseitige Schuldzuweisungen und Sündenbock-Benennungen als durch Problemlösung auffällt, müssen die Medien für uns und unsere Volksvertreter ein Spiegel sein. Ohne Einwanderer stünde die Schweiz morgen still. Die erdrückende Mehrheit dieser Einwanderer hat sich sehr gut in der Schweiz integriert. Die SVP nimmt die Problem verursachende Minderheit und bläst diese zur Mehrheit auf. Dies ist verantwortungslos. Kommt erschwerend hinzu, dass genau diese Partei nur sehr bedingt zur sachlichen Problemlösung beiträgt. Politiker und Parteien sollten an ihren Taten und nicht an ihren Worten und PR Kampagnen gemessen werden. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und hoffe, dass sich eine erdrückende Mehrheit der Wähler gegen diese verantwortungslose Art von Pseudopolitik ausspricht.

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