Kein Raubbau an unserem Staat in Krisenzeiten

2008: Die Bank Lehman Brothers Inc. geht in einem unglaublich schnellen Tempo in die Insolvenz, während in der Schweiz noch gestaunt wird, dass eine grosse Weltwirtschaftskrise am Horizont auftaucht. Aber bald schon werden die Wolken über der UBS düsterer und die dramatischen Konsequenzen, die sich aus einem Konkurs der UBS ergeben könnten werden immer wie klarer: Der Bund entscheidet sich dafür, die unglaubliche Summe von rund CHF 60‘000‘000‘000 auszugeben, um den Zusammenbruch unserer grössten Bank in letzter Minute zu verhindern.

2011: Nach einer guten wirtschaftlichen Zeit in den vergangenen beiden Jahren erreicht uns nun die zweite Welle der Krise, die von vielen Wirtschaftsexperten wie z.B. Fredmund Malik bereits seit langer Zeit vorausgesagt worden war:
Wie die Schweiz haben unzählige Staaten ihre Staatshaushalte geplündert um ihre Banken vor dem drohenden Ruin zu bewahren. In Folge ist nun die Staatengemeinschaft völlig überschuldet und das ganze Währungssystem gerät aus den Fugen. Euro und Dollar sind tief wie noch nie, der Schweizer Franken steigt als Fluchtwährung der Vermögenden in astronomische Höhen.

Diesmal leidet die Exportwirtschaft und nun folgt der zweite Angriff auf unseren Staatshaushalt: Durch die Entlastung der Unternehmungen von Sozialversicherungsbeiträgen, Zusatzbeiträgen für besonders betroffene Branchen und Bereiche, Reduktion der Mehrwertsteuer sowie tiefere Unternehmenssteuern sollen Unternehmungen nun abermals gerettet werden.

Damit bringen wir unser Schiff definitiv zum Kippen – wir dürfen nicht zulassen, dass unser Staat wegen Raubbau untergeht!

Ich bin enttäuscht über das fehlende Unternehmertum in Krisenzeiten. Deshalb: Wir brauchen einen solid finanzierten Staatshaushalt und wir brauchen viel mehr unternehmerische Verantwortlichkeit.

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