Tabu-Thema Benzinpreis

Während der Konsumentenschutz und die Medien zum Halali gegen den Detailhandel blasen und sich darüber mokieren, dass wir Schweizer viel zu viel zahlen für Kosmetikartikel, Schuhe, Windeln, usw.… bleibt es an der Zapfsäule ruhig. Eine gespenstische Ruhe herrscht wenn man den Benzinpreis anspricht – ich frage mich warum das so ist – der Barrel-Preis fällt und der Dollar ist ebenfalls wesentlich schwächer als noch vor einem Jahr, trotzdem wird uns dieser Vorteil nicht weiter gegeben. Jedoch ist man sehr schnell den Preis nach oben zu korrigieren mit Argumenten wie teurere Frachtkosten und Erdölpreisanstieg.

Warum spricht kein Politiker das Thema an?

Hat man Angst, dass bei einem tieferen Preis die Quersubventionierung nicht mehr zu bewerkstelligen ist? Das Auto ist der unangefochtene Prügelknabe Nummer 1, gerade durch die ÖV Freunde müssen wir uns immer wieder Vorwürfe anhören aber wie würde wohl die Preispolitik einer Privatbahn aussehen (beim selben Sicherheitsstandard wohlbemerkt)?

Mit höheren Benzinpreisen wird bekanntlich auch alles andere teurer. Aber wir können ja dann über die Grenze einkaufen gehen und zu Hause wieder tanken. Die Schweizer Firmen werden es uns dann mit out-sourcing danken. Am besten wir erfinden noch eine neue und überflüssige Steuer, darin sind wir Weltmeister.

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