In der Krise wird sich zeigen, wer du bist

Wenn die FDP eines nicht kann, dann ist es kommunizieren. Es tut weh, dass ich dies als Mitglied dieser Partei sagen muss. Wir versagen schon wieder.

Ob auf Politznetz, in der Tagesschau, beim Blick, der NZZ oder am Stammtisch, die Schweiz diskutiert über die Währungskrise. Trotz vieler Rezepte und den verrücktesten Ideen wissen die meisten Schweizer, dass es keine einfache Lösungen gibt. Rund herum tobt ein Sturm. Nur die Schweiz scheint halbwegs verschont zu bleiben. Da bleibt ein mulmiges Gefühl, wie wird es morgen aussehen. Gibt es meinen Arbeitsplatz noch. Geht Griechenland Pleite, stirbt der Euro gleich mit und rutscht die Welt in eine schwere Rezession?

Bundesrat Schneider-Ammann beobachtet, kommt von den Ferien nachhause und ruft einen runden Tisch ein. Aber er sagt nichts. Seine kurzen Stellungnahmen bilden kein Vertrauen. Im Gegenteil, sie lassen viele Fragen offen.

Aus meiner Sicht ist es richtig, dass er nicht in Aktionismus verfällt. Aber in Krisenzeiten ist es wichtig, dass man die Führungskräfte spürt. Schneider-Ammann sollte sich massiv mehr Zeit nehmen, zu erklären, was aktuell passiert. Wie die Schweiz darauf vorbereitet ist und wie sie reagieren kann. Wirtschaft ist eine Kernkompetenz der FDP. Wann sollten wir punkten, wenn nicht jetzt?

Menschen ertragen schlechte Nachrichten und können damit umgehen. Was sie dagegen nicht mögen, ist Ungewissheit. Es braucht nicht viel und er würde enorm gewinnen.

Wie gesagt - dazu müsste man etwas von Kommunikation verstehen und dies scheint unsere Partei einfach nicht drauf zu haben.

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