Jetzt geht es um unsere Arbeitsplätze - handeln statt abwarten!

Ob es ökonomisch und technisch möglich ist, den explodierenden Wert des Schweizer Frankens zu stoppen, bevor die Manager entscheiden die Produktion ins Ausland zu verlagern und viel, viel zu viele Menschen aufs Arbeitsamt schicken werden, wird sich in zwei, drei Wochen zeigen. Zweifel sind angebracht!

All zu oft wurden derartige Wirtschaftskrisen auch dazu ausgenutzt, um Produktionsstätten abzubauen und nach China oder Indien zu exportieren. Dort wurden und werden die Produkte unter unsäglichen Arbeitsbedingungen viel billiger hergestellt. Das ist soweit allgemein bekannt.

Erst jetzt mit dem Höhenflug unserer Währung sind nun die exorbitanten Preisunterschiede vieler Produkte des täglichen Bedarfs auf den Tisch gekommen, obwohl die Importeure chinesischer Waren schon viel länger unerhörte Gewinne einstreichen. Sie schaffen mit ihren Gewinnen weder Arbeitsplätze noch Innovationen, bezahlen nichts an die Forschung, wollen möglichst keine Steuern zahlen und tagtäglich prellen sie ganz legal die Konsumenten.
Jetzt will man diesen Abzocker-Branchen ans Lebendige, auf dass Kleider, Schuhe, Bücher, Zeitschriften, Medikamente, Kosmetika, Dienstleistungen usw.- warum nicht auch Lebensmittel? - billiger werden. Dieser Druck auf die Preise ist nicht nur gut. Nein, es wird zu weiteren Arbeitsplatzverlusten und noch schlechteren Arbeitsbedingungen führen. Die Folgen solcher Politik beobachten wir jetzt in Britannien.

Stattdessen muss gefordert werden, dass die einseitigen Profiteure nachweisen, dass sie alles dafür unternehmen, um den Forschungsplatz Schweiz zu fördern, für die Bildung wieder Geld ausgeben, zu unterstützen und so mitzuhelfen, die Schweiz als das Land mit den meisten neuen Patenten pro Kopf an der Spitze der Welt zu halten. Nur wenn wir diese Position nicht aufgeben, nur wenn wir wieder dafür sorgen, dass unsere Produkte innovativ, nachhaltig und auf Qualität setzend sind, dann kann die Schweiz ihre Unabhängigkeit nach dem derzeitigen Desaster wieder herstellen.

Wenn sich die Profiteure sperrig zeigen und sich nicht für den Innovationsstandort Schweiz engagieren, dann gehören sie an den Pranger, dann soll sie der Wettbewerb abstrafen. Wir werden sie als Konsumenten ignorieren.

In der Pflicht sind nicht die Importeure alleine, wir sind es alle. Wir müssen unsere Arbeitgeber damit konfrontieren, dass wir an unserer Qualität arbeiten wollen, dass wir neue Produkte kreieren wollen. Produkte, die unsere Kunden weltweit schätzen werden, weil unsere Qualität immer über der Billigproduktion der ausbeuterischen Ländern gestanden hat. Wir verbessern diese Welt nur mit Qualität und nicht mit Dumpingpreisen. Denn ohne Arbeit und Auskommen können wir uns auch Billigstprodukte nicht mehr leisten.

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