Krankenkassen müssen Raucher-Entwöhnung bezahlen!

Kaum zu glauben! Das Bundesgericht hat entschieden, dass unter bestimmten Bedingungen Raucherentwöhnungsmittel von den Krankenkassen bezahlt werden müssen.
Mit diesem Urteil hat das Bundesgericht auch seinen Beitrag geleistet, damit die Krankenkassenprämien in Zukunft noch mehr steigen. Es ist aber auch ein Urteil, das die Erwartungshaltung an die Leistungen der Krankenkassen weiter in die Höhe schraubt.
So werden munter immer neue Leistungen gefordert. Einmal sind es die Erwartungen der Patienten, und wenn diese nicht ausreichen, kommt es bestimmt der Industrie in den Sinn. Unter solchen Voraussetzungen wird es unmöglich sein, den Prämienanstieg in einem vernünftigen Mass zu halten.
Für einmal hat das Bundesamt für Gesundheit eine harte Haltung gegenüber der Industrie eingenommen, (was selten genug vorkommt.... siehe Haltung vom BAG bei der letztjährigen Schweinegrippe) und jetzt wurden sie vom Bundesgericht "zurückgepfiffen".
Nach diesem Urteil habe ich Mühe, an die richterliche Unabhängigkeit vom Bundesgericht zu glauben. Es scheint so, dass nach den zu starken Verflechtungen der Pharma-Industrie mit dem BAG und swissmedic, nun auch das Bundesgericht seine Neutralität verloren hat.
Die Grenzen zwischen kommerziellen Interessen, und wissenschaftlichen bzw. juristischen Entscheiden werden immer mehr verwischt. Dies ist im Interesse der Pharma Industrie, aber keineswegs im Interesse einer gesunden Bevölkerung. Diese Grauzonen müssen durch klarere Gesetze eliminiert werden.

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