Rappenspalter retten den Franken nicht!

Und was dient als Vorwand, als Alibi? Die bedrohliche Stärke des Frankens.
Diese Forderungen sind eine Unverschämtheit. Seit 10 Jahren wurden vorallem grossen Unternehmungen und den Superreichen das Leben mit einer Steuersenkung nach der anderen versüsst. Gleichzeitig stiegen für Durchschnittsfamilien und Otto-Normalverbraucher zb die Krankenkassenprämien immer höher und höher.

Und natürlich kann man immer überall etwas sparen. Aber wollen z.b.beim öffentlichen Verkehr nicht alle Regionen und Kantone neue, noch bessere, dringend benötigte Verbindungen? Ist nicht unser Bahnsystem ein Rückgrat, nein sogar eine unbedingte Voraussetzung für das Funktionieren unserer Wirtschaftszentren geworden?

Und die Mär von den guten Anstellungsbedingungen des Personals (da wollen die Herren wohl vor allem kürzen) haben nichts mit der heutigen Wirklichkeit zu tun. So finden die SBB bei vielen Berufskategorien heute nur mit Mühe, wenn überhaupt genügend Personal. Und dann noch mehr drücken? Ob öffentlicher Verkehr, Bildung, Gesundheitswesen, Post oder Polizei, ein guter Service public ist ein Standortvorteil und kein Sparschwein. Und hat die Schweiz überhaupt ein Schuldenproblem? Eben gerade nicht!

Volkswirtschaftlich ist diese Denkweise sogar extrem gefährlich. Wenn in der Exportindustrie, Tourismus etc. Arbeitsplätze durch die Frankenstärke gefährdet sind, könnte dies zu einer Krise führen. In einer Krise dann auch noch die Binnen-Nachfrage mit unsinnigen Sparaktionen drücken zu wollen, grenzt geradezu an vorsätzlicher Wirtschaftsdemontage.

Wenn sich die ach so armen Milliardäre und sogenannte Volksparteien schöne Steuergeschenke machen und die Rechnung durch Mittelstand und Geringverdiener zahlen lassen wollen, sollte sich die breite Bevölkerung etwas im Gedächtnis behalten: Nämlich wer ihre Interessen sicher nicht vertritt.

Diese Rappenspalter retten den Franken nicht, im Gegenteil. Sie wollen das Wägli und den Batzen nur für sich, die Rechnungen sollen die anderen zahlen!

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