Gratuliere Schneider-Ammann und dem Bundesrat, sie tun in der Krise genau das Richtige: Nichts überstürzen.

Heute habe ich in der Samstagsrundschau auf DRS 1 [1] Johann Schneider-Ammann zugehört; und ich war für einmal sehr zufrieden mit seinen Aussagen. Es wird diesmal im Bundesrat keinen überstürzten Aktionismus geben. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass sein Aktionsspielraum sehr gering ist. Negativzinsen oder die Anbindung des Frankens an den Euro sind keine Themen. Ich Gratuliere zu dieser Einsicht!

Letztlich ist der tiefe Franken keine Sache der Politik, sonder es liegt an der Wirtschaft, die sich darauf einstellen muss. Was man tun kann, wird der Bundesrat tun, z.B. Währungsgewinne mit den Verlusten ausgleichen. Insgesamt aber soll der Staat vor allem gute Voraussetzungen für unsere Wirtschaft schaffen, sprich eine gute Infrastruktur zu einem angemessenen Preis (tiefe Steuern und Abgaben) liefern und nicht versuchen, kurzfristig an Währungsschwankungen herumzudrehen. Die Stärke unserer Wirtschaft ist schon lange, dass zwar die Löhne hoch sind, Steuern, Abgaben und damit auch die Lohnnebenkosten relativ niedrig. Vielleicht kann man noch etwas erreichen, indem Währungsgewinne weitergegeben werden, auch hier hat der Bundesrat bereits Pläne für einen runden Tisch, viel mehr aber ist im Moment nicht angezeigt.

[1] http://www.drs1.ch/www/de/drs1/sendungen/samstagsrundschau/2757.sh10188583.html

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