Der Schweizer Franken ist überbewertet. Um Arbeitsplätze in der Schweiz zu retten muss die SNB eingreifen, was sie auch tut.

Wie auch immer der Wert von Schweizer Franken und Euro berechnet wird, das Resultat ist immer das gleiche: Der Schweizer Franken ist gegenüber dem Euro und auch anderen Währungen eindeutig überbewertet. Als Konsumenten freuen wir uns zwar über den tiefen Euro-Kurs, denn so können wir im nahen Ausland günstiger einkaufen und die Ferien kosten ebenfalls weniger. Jedoch hat der momentane Kurs auch negative Auswirkungen auf gewisse Branchen, wie zum Beispiel die Exportindustrie. Experten schätzen, dass von der momentanen Währungskrise mindestens 100'000 Arbeitsplätze gefährdet sind.
Deshalb hat sich die Schweizerische Nationalbank entschieden den Franken zu schwächen, indem den Leitzins senkt und mehr Franken auf den Markt bringt. Doch zwei Fragen bleiben offen: 1. Hat die SNB zu spät interveniert? 2. Bringen die Massnahmen die gewünschten Wirkungen?
Meiner Meinung nach, war es richtig nicht zu früh einzugreifen, denn wenn sie früher eingegriffen hätte, wäre bei späteren Krise jeweils sofort der Ruf nach der SNB laut geworden. Sie hat jetzt eingegriffen, weil es einer der letzten möglichen Zeitpunkte war.
Weiter hätte die SNB ein Ziel setzen sollen, welchen Kurs sie mit allen Mitteln verteidigen will, denn dies hätte ein noch stärkeres Signal in die Wirtschaft gesendet. Die SNB kann theoretisch beliebig viel Franken auf den Markt bringen. Auch wenn viele ausländische Investoren in den Franken investieren, könnte sie also dagegen halten.

1 Kommentare


Diskutieren Sie mit!

Bei Politnetz legen wir Wert auf einen konstruktiven Austausch. Bitte bleiben Sie beim Thema und respektieren Sie andere Personen. Lesen Sie unsere Diskussionsregeln.


Mehr zum Thema «Geld- und Währungspolitik»

zurück zum Seitenanfang
  • Copyright © Politnetz AG 2009–2017
  • Impressum
Release: production