Décroissance Bern: Zu Tode wachsen? Nein danke!

Décroissance Bern möchte dazu beitragen, dass sich die Menschen aus dem zerstörerischen Wachstumszwang unserer Wirtschaft befreien können. Die Gruppe sieht sich als Teil der weltweit aktiven Bewegung für Wachstumsverweigerung.

„Die grösste Gefahr des heute ablaufenden exponentiellen Wachstums ist der schleichende, kaum erkennbare Prozess, der allmählich an Tempo und Kraft gewinnt und dann nicht mehr zu bändigen ist, Der Nutzungsgrad der natürlichen Ressourcen beträgt heute 135% gegenüber 85% im Jahr 1972! Die höchste Priorität haben die Bewältigung der drohenden Energieknappheit („Peak Oil“) und des Klimawandels. Die nächsten 20 Jahre werden mehr Veränderungen mit sich bringen als die letzten 100 Jahre zusammen.

Wird nicht der Markt dafür sorgen, dass sich bei zunehmender Verknappung ein neues Gleichgewicht einstellt?
Doch ganz sicher! Die Frage wird nur sein, ob uns der Preis gefallen wird, den der Markt bestimmt! Autofahren und Fliegen wird zu einem Privileg mehr. Können wir unsere Zivilisation, so wie wir sie kennen, retten?

Was kann jeder Einzelne dafür tun?
Wenn es keinen supranationalen Konsens und geeignete Gegenmassnahmen gibt, bleibt nur die Vorbereitung im Kleinen. Durch viele kleine Schritte in die richtige Richtung können wir den Kollaps mildern und Zeit gewinnen. Die Antworten sind: nachhaltiges Leben, den ökologischen Fussabdruck unter 100% bringen und gedanklich die drohenden Verwerfungen vorwegnehmen, um nicht überrascht zu werden.

Gibt es nicht Anpassungsmöglichkeiten?
Doch. Selbstverständlich wird sich die Menschheit anpassen. Anpassung sagt aber noch nichts darüber aus, ob das System so ist, wie wir es wollen. Bei zu wenig Nahrungsmitteln hungert ein Teil der Menschheit. Die USA passen sich an knapper werdende Erdölressourcen an, indem sie das Militär in den Irakkrieg schicken. Das gesteigerte Bewusstsein der globalen Probleme löst diese noch nicht. Es braucht Taten!“

(Aus Aquila Capital Concepts GmbH: Tactics Hintergrund. Prof. Dr. Dennis Meadows: Die Grenzen des Wachstums “72-09” – eine aktuelle Bestandesaufnahme, 2009)

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