Wer feiert verliert die Probleme dieser Welt aus den Augen.

Ganz eifrig wird heute der angeblich 720. „Geburtstag“ unserer geliebten Schweiz gefeiert. Gutes Essen zum Zmorgen, Zmittag und Znacht, den einen oder anderen gegen/über den Durst, Knallkörper für Knallfrösche und das ganze mit einer Prise Patriotismus versetzt. Hoch soll es Leben dieses Land, dieses stabile, halbwegs direktdemokratische, ziemlich soziale und teilweise weltoffene Land.

Doch vor lauter feiern vergisst manch einer zu gerne, dass auch heute, am 1. August 2011, rund 6000 Kinder an Unterernährung sterben, obwohl Ressourcen und Infrastruktur vorhanden wären, um die doppelte Weltbevölkerung ernähren zu können.

Aber wir haben Grund zum feiern. Denn uns, nur uns, uns geht es gut. Diese Pseudoprobleme, welche wir zu haben scheinen, welche uns beschäftigen, bestätigen dies: Kriminelle Ausländer, Sozialhilfebezüger (oder eben -betrüger), die eheverhindernde Besteuerung von Paaren, angeblich unnötige Bürokratie etc.

Vielleicht wäre es aber angebracht, sich an diesem Tag einmal die Frage zu stellen, warum es uns so gut geht. Uns geht es nicht gut, weil die 3 Eidgenossen anno damals, 1291, und die auf sie folgenden Generationen einfach alles nur gut gemacht haben. Uns geht es gut, weil es grossen Teilen der restlichen, nicht westlichen Welt, verschissen – Entschuldigung die Ausdruckswahl aber diese scheint mir in diesem Kontext angemessen – geht. Die westliche Welt – und da gehört eben auch unsere geliebte Schweiz dazu – trägt in erheblichem Masse die Schuld mit für die Probleme in der sogenannten dritten Welt. Es sind westliche Firmen, welche aus Profitbegierde Mensch und Natur in diesen Ländern ausschlachten und versklaven. Das ist nicht nur heute so, dass war die ganzen vergangenen Jahren so und wird, wenn wir nicht endlich die Augen öffnen auch so bleiben!

Schönes Fest, Helvetia.

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